Apple, Siri

Apple öffnet Siri für Google Gemini und Co.

27.03.2026 - 01:01:15 | boerse-global.de

Apple plant mit iOS 27 eine strategische Öffnung von Siri, um Nutzern die Integration externer KI-Modelle wie Google Gemini zu ermöglichen. Dies markiert eine Abkehr vom geschlossenen Ökosystem.

Apple öffnet Siri für Google Gemini und Co. - Foto: über boerse-global.de
Apple öffnet Siri für Google Gemini und Co. - Foto: über boerse-global.de

Apple will seine Sprachassistentin Siri mit iOS 27 zur offenen KI-Plattform machen. Nutzer können dann externe Chatbots wie Google Gemini direkt einbinden – ein strategischer schwenk weg vom geschlossenen Ökosystem.

Diese Woche kursierende Berichte deuten auf eine fundamentale Neuausrichtung der Apple-Strategie hin. Demnach plant das Unternehmen, mit dem kommenden iOS 27 ein sogenanntes Extensions-System einzuführen. Es erlaubt Nutzern, komplexe Anfragen an KI-Modelle Dritter wie Googles Gemini oder Anthropics Claude weiterzuleiten. Siri würde so vom eigenständigen Assistenten zur intelligenten Schaltzentrale.

Anzeige

Während Apple Siri zur offenen KI-Plattform umbaut, verlieren viele Nutzer bei den ständig neuen Fachbegriffen den Überblick. Dieses kostenlose Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe wie iOS oder AirDrop verständlich und ohne Technik-Blabla. Gratis iPhone-Lexikon jetzt anfordern

Vom geschlossenen Garten zur offenen Plattform

Der geplante Schritt markiert eine Abkehr von Apples traditionell geschlossenem Ansatz. Kern ist ein neues Framework, über das Nutzer ihre bevorzugten KI-„Gehirne“ aus dem App Store laden und Siri zuweisen können. Bei einer Anfrage, die Siri nicht allein bewältigen kann, soll eine Abfrage erscheinen: Soll eine installierte Erweiterung genutzt werden?

„Dieser Plug-and-Play-Ansatz ist pragmatisch“, analysieren Branchenbeobachter. Apple kann so hochspezialisierte KI-Funktionen anbieten, ohne jedes Modell selbst entwickeln zu müssen. Die Integration soll über iPhone, iPad und Mac hinweg funktionieren. Der App Store wird so zum Marktplatz für KI-Intelligenz – eine elegante Lösung, um mit dem rasanten Fortschritt auf dem KI-Sektor Schritt zu halten.

Milliarden-Deal mit Google als Fundament

Die Öffnung nach außen steht auf einem bereits gelegten Fundament: einer engen Technologie-Partnerschaft mit Google. Im Januar 2026 schlossen beide Konzerne einen langfristigen Deal. Apple basiert seine eigenen Apple Intelligence-Features seither auf einer angepassten Version des leistungsstarken Gemini-Modells von Google. Die Vereinbarung hat ein jährliches Volumen von rund einer Milliarde Euro.

Diese Kooperation ermöglichte Apple fortgeschrittene Funktionen wie kontextbezogenes Bildverständnis oder personalisierte Benachrichtigungszusammenfassungen. Trotz der technologischen Abhängigkeit betont Apple strikte Datenschutzstandards. Die Verarbeitung soll entweder auf dem Gerät oder in der eigenen Private Cloud Compute-Infrastruktur erfolgen.

Anzeige

Die rasanten Entwicklungen bei Apple Intelligence und neuen KI-Integrationen machen den Einstieg für viele Anwender zunehmend komplex. Dieser kostenlose Ratgeber hilft Einsteigern, ihr iPhone von der Einrichtung bis zu den neuesten Funktionen sicher und ohne Frust zu beherrschen. Kostenloses iPhone Starterpaket herunterladen

Wettbewerb, Regulierung und die Zukunft von Siri

Die strategische Kehrtwelle hat weitreichende Folgen für den Wettbewerb. Google, das bereits schätzungsweise 20 Milliarden Euro jährlich für die Standardsuche in Safari zahlt, gewinnt weiteren Einfluss im iOS-Universum. Für OpenAI ändert sich die Lage: ChatGPT verliert seinen exklusiven Partnerstatus von 2024 und muss sich künftig im offenen Wettbewerb im App Store behaupten.

Auch regulatorischer Druck dürfte eine Rolle spielen. Sowohl in den USA als auch in der EU steht Apple wegen seiner geschlossenen Systeme und exklusiven Standardverträge in der Kritik. Die frei wählbaren KI-Erweiterungen könnten ein Schritt sein, weiteren kartellrechtlichen Schritten zuvorzukommen.

Die offizielle Enthüllung wird für die WWDC26 am 8. Juni erwartet. Apple hat bereits „unglaubliche Updates“ und „KI-Agenten“ angekündigt, die mehrstufige Aufgaben über Apps hinweg erledigen können. Siri würde sich damit nach über einem Jahrzehnt grundlegend wandeln: von einer oft limitierten Assistentin zu einem intelligenten Dirigenten, der persönliche Daten schützt, aber bei Bedarf auf die volle Power externer KI-Modelle zugreift. Der Erfolg hängt davon ab, wie Apple diesen Spagat meistert.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
boerse | 69000109 |