Apple und Google verschĂ€rfen Diebstahlschutz fĂŒr Smartphones
07.03.2026 - 09:00:28 | boerse-global.deDas Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt eindringlich vor den Folgen von Smartphone-DiebstĂ€hlen. Gleichzeitig rĂŒsten Apple und Google ihre Betriebssysteme mit neuen, standardmĂ€Ăigen Schutzfunktionen auf. Der Diebstahl des GerĂ€ts wird so zum massiven Risiko fĂŒr die gesamte digitale IdentitĂ€t.
BSI warnt vor Datenverlust
In dieser Woche hat das BSI die Nutzer zum Schutz ihrer Daten aufgerufen. Anlass ist der am 31. MÀrz stattfindende World Backup Day. Die Behörde betont, dass ein Datenverlust durch Diebstahl, Defekt oder Hackerangriff jederzeit eintreten kann.
Laut BSI fehlen in vielen Haushalten klare Regeln fĂŒr Datensicherungen. Ohne aktuelle Backups sind bei einem Diebstahl nicht nur das GerĂ€t, sondern auch Fotos, Dokumente und Kommunikation unwiederbringlich verloren. Experten raten daher, die integrierten Cloud-Backup-Lösungen der Betriebssysteme zu aktivieren. Diese synchronisieren Daten automatisch und minimieren den Verlust.
Da Apple seine Sicherheitsfunktionen stetig erweitert, verlieren Nutzer bei Begriffen wie Face ID oder Apple-ID leicht den Ăberblick. Dieses Gratis-Lexikon erklĂ€rt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten â inklusive Aussprachehilfen. Jetzt iPhone-Lexikon kostenlos sichern
Apple aktiviert Diebstahlschutz automatisch
Apple macht ernst: Mit dem kommenden Update auf iOS 26.4 wird der "Schutz fĂŒr gestohlene GerĂ€te" fĂŒr alle iPhones standardmĂ€Ăig eingeschaltet. Bisher mussten Nutzer diese Funktion manuell in den Einstellungen aktivieren.
Hintergrund ist die "Shoulder Surfing"-Methode. Dabei spĂ€hen Diebe die PIN ihres Opfers aus und stehlen dann das GerĂ€t. Mit der PIN konnten Kriminelle bisher Passwörter Ă€ndern und Bankkonten plĂŒndern.
Das neue Sicherheitskonzept greift automatisch, sobald sich das iPhone nicht an einem vertrauten Ort wie Zuhause befindet. FĂŒr kritische Aktionen wie Passwort-Zugriff ist dann zwingend Face ID oder Touch ID nötig. Die PIN-Eingabe ist blockiert. Besonders sensible Ănderungen, wie das ZurĂŒcksetzen des Apple-ID-Passworts, werden zudem um eine Stunde verzögert. Das gibt Besitzern Zeit, den Verlust zu bemerken und das GerĂ€t fernzusperren.
Google setzt auf KI zur Diebstahls-Erkennung
Auch Google hat den Diebstahlschutz fĂŒr Android massiv verbessert. Updates ĂŒber die Google Play Services erreichen sogar Ă€ltere GerĂ€te ab Android 10.
Eine Kernfunktion ist die KI-gestĂŒtzte Diebstahls-Erkennung. Das System analysiert Sensordaten und erkennt typische Bewegungen, wenn ein Smartphone einem Nutzer aus der Hand gerissen wird. In diesem Fall sperrt sich das Display sofort.
Zudem reagiert das System jetzt aggressiver auf fehlgeschlagene Entsperrversuche. Bei falschen PINs oder Mustern folgen lĂ€ngere Sperrzeiten. Mehrfache Fehlversuche in sensiblen Apps lösen eine systemweite Displaysperre aus. Eine weitere Neuerung erschwert die missbrĂ€uchliche Nutzung der Fernsperr-Funktion ĂŒber den Browser. In MĂ€rkten wie Brasilien sind diese Schutzfunktionen auf neuen GerĂ€ten bereits Standard â ein Modell, das wohl bald auch in Europa gilt.
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Polizei warnt vor professionellen Banden
Die Dringlichkeit der MaĂnahmen unterstreichen aktuelle Polizei-Kampagnen. Behörden in StĂ€dten wie Hannover und Hamburg weisen auf hohe Fallzahlen bei TrickdiebstĂ€hlen hin. Ermittlern zufolge agieren TĂ€ter oft in international vernetzten, professionellen Banden.
Das GeschĂ€ft ist lukrativ: Britische Behörden zerschlugen kĂŒrzlich einen Ring, der zehntausende gestohlene GerĂ€te nach Asien schmuggelte. Im Fokus der Kriminellen steht heute nicht mehr der GerĂ€tewert, sondern der Zugang zur digitalen IdentitĂ€t der Opfer.
Die Polizei rĂ€t zu höchster Vorsicht bei der PIN-Eingabe in der Ăffentlichkeit. Zudem sollten Nutzer die Notfallfunktionen fĂŒr die Fernsperrung bereits im Vorfeld einrichten und kennen.
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