Apple bringt erstes auffaltbares iPhone heraus
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 21:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas neue Telefon mit dem Namen iPhone Duo hat ungefĂ€hr die Abmessungen eines Reisepasses - jeweils auf- und zusammengeklappt mit Displays innen und auĂen. Mit einem Preis ab 2.299 Euro ist es das bisher teuerste iPhone-Modell. Der erst seit wenigen Tagen amtierende neue Apple-Chef John Ternus geht mit dem iPhone Duo seine erste groĂe Wette ein.
Konkurrenten hĂ€tten Falt-Telefone entwickelt, die sich wie "zwei aneinander geklebte Smartphones" anfĂŒhlten, begrĂŒndete Ternus die Entscheidung fĂŒr das Format. Mit den von Apple gewĂ€hlten Abmessungen könne man dagegen besser von der gröĂeren FlĂ€che des inneren Displays mit einer Diagonalen von 7,6 Zoll profitieren. Der Ă€uĂere Bildschirm hat eine Diagonale von 5,4 Zoll und 90 Prozent der FlĂ€che eines iPhone 18 Pro. Aufgeklappt sei es das bisher dĂŒnnste iPhone-Modell.
Apple will Vorreiter ĂŒbertreffen
WÀhrend Apples Falt-iPhone Jahre nach den Vorreitern auf den Markt kommt, will der Konzern auch damit punkten, dass er bisherige Probleme der Kategorie löst. Unter anderem soll die auffÀllige Falte in der Mitte des aufgeklappten Displays deutlich weniger zu sehen sein als bei GerÀten der Konkurrenz. Die Kamera im inneren Bildschirm wurde unter der Display-OberflÀche versteckt.
Zugleich musste Apple einige Kompromisse eingehen. So ist nach Angaben des Konzerns der optische Zoom US98980L1017 auf 2x beschrĂ€nkt. Und statt der Gesichtserkennung Face ID wird es wie frĂŒhere Modelle per Fingerabdruck entsperrt.
VorstoĂ in die Nische
Faltbare Smartphones sind bisher nach wie vor eine Nischen-Kategorie - obwohl unter anderem Samsung KR7005930003, Huawei und Google US02079K1079 mit seinen Pixel-Telefonen solche GerÀte seit Jahren anbieten. Auf die Kategorie entfallen nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC nur gut zwei Prozent des weltweiten Smartphone-Absatzes.
IDC prognostiziert, dass Apple trotz des spĂ€ten Starts binnen zwölf Monaten die FĂŒhrung in dem Marktsegment ĂŒbernehmen wird. 2027 werde Apple bei faltbaren Smartphones 31 Prozent des Marktes nach StĂŒckzahlen und 44 Prozent beim Umsatz halten, sagt IDC voraus.
Aktuell sei dies Huawei. Vom chinesischen Konzern kommt demnach etwa jedes zweite verkaufte Auffalt-Smartphone - obwohl Huawei wegen US-Sanktionen keine Google-Dienste oder mit amerikanischer Beteiligung entwickelte Chips in seinen GerÀten verwenden kann und damit weitgehend aus westlichen MÀrkten herausgedrÀngt wurde.
Teure GerÀteklasse
International war zuletzt vor allem Samsung die treibende Kraft bei faltbaren Telefonen. Der sĂŒdkoreanische Konzern versuchte im Sommer, dem Apple-Einstieg mit einem GerĂ€t in einem Ă€hnlichen Format zuvorzukommen, dem Galaxy Z Fold8 zu einem Preis ab 1.999 Euro in Europa. Zuvor setzte der jahrelang schĂ€rfste Apple-Rivale auf schmalere Modelle, die sich zu einem quadratischen Display auffalten.
Neues iPhone Pro - aber kein Standard-Modell
Zusammen mit dem Duo stellte Apple auch die nĂ€chste Generation des iPhone Pro vor. Vom Standard-Modell, das bisher stets gleichzeitig vorgestellt wurde, war diesmal aber nicht die Rede. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg soll es erst im FrĂŒhjahr folgen.
Die Kamera des iPhone 18 Pro soll unter anderem bessere Bilder bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen machen. DafĂŒr soll unter anderem eine verstellbare Blende wie bei klassischen Fotoapparaten sorgen.
In Zeiten von KI-Fakes wird mit der Funktion Apple Reference Image ein unverĂ€ndertes Originalbild des Bildsensors gespeichert, das nicht verĂ€ndert werden kann. Damit kann immer ein Referenzbild ohne VerĂ€nderungen ĂŒberprĂŒft werden. Das Video des Neuheiten-Events werde mit dem iPhone 18 Pro aufgenommen.
Chips fĂŒr KI
Mit seinen schnelleren Chips soll das iPhone 18 Pro unter anderem noch besser fĂŒr die neue KI-Assistenzsoftware Siri AI gerĂŒstet sein. Viele KI-Funktionen von Apple werden in der EU bis auf Weiteres nicht verfĂŒgbar sein, da der Konzern auf Datenschutz-Risiken durch Anforderungen europĂ€ischer Digitalgesetze verweist. Wegen des hohen Bedarfs an Rechenleistung wird es zudem NutzungsbeschrĂ€nkungen geben, die in Abo-Modellen von Apple aufgehoben werden.
Mit einem Preis ab 1.449 Euro wird das iPhone 18 Pro 150 Euro teurer als das VorgÀngermodell. Apple erhöhte im Sommer die Preise auf breiter Front unter Verweis auf die im KI-Boom explosiv gestiegenen Speicherkosten. Damals blieben die iPhone-Preise aber unverÀndert.
