Apple kritisiert EU-Forderungen fĂŒr Zusammenspiel iPhone mit KonkurrenzgerĂ€ten
12.06.2025 - 10:33:03 | dpa.deDie Anforderungen gefĂ€hrdeten den Datenschutz fĂŒr Nutzer, warnte Apple wĂ€hrend der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC. Auch könnten dadurch neue Funktionen europĂ€ische Nutzer mit Verzögerungen oder in verwĂ€sserter QualitĂ€t erreichen. In der EU ist aktuell weiterhin eine Funktion nicht verfĂŒgbar, mit der das iPhone ĂŒber Apples Mac-Computer bedient werden kann.
Die EU-Kommission verweist auf das europĂ€ische Digital-Gesetz DMA, nach dem Betreiber groĂer Plattformen sich nicht selbst bevorteilen dĂŒrfen. Die BrĂŒsseler Behörde fordert auf dieser Basis unter anderem, dass Technik anderer Anbieter zum Beispiel bei Benachrichtigungen, der Ăbermittlung von Dateien und Audio-Funktionen mit Apples hauseigenen GerĂ€ten gleichgestellt werden mĂŒsse.
Daten, die Apple selbst nicht sieht
Apple kritisiert, damit solle man anderen Unternehmen zum Teil auch Nutzerdaten offenlegen, auf die der Konzern zur Sicherheit selbst keinen Zugriff habe. Wenn etwa eine Kurznachricht vom iPhone auf der Computer-Uhr Apple Watch angezeigt werde, seien die Daten mit Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung geschĂŒtzt. Dadurch seien sie nur auf diesen GerĂ€ten im Klartext sichtbar. Bei der Ăbertragung auf eine Uhr anderer Anbieter sei das nicht gewĂ€hrleistet.
Der Konzern sieht ein Problem auch darin, dass er anderen Firmen Informationen zu bisher besuchten Wifi-Netzwerken zur VerfĂŒgung stellen solle. Diese Daten seien durch VerschlĂŒsselung ebenfalls vor Apple verborgen und gĂ€ben Aufschluss darĂŒber, wo sich Nutzer aufhielten. Zugleich bekrĂ€ftigt Apple, dass man neue Funktionen grundsĂ€tzlich fĂŒr Nutzer ĂŒberall auf der Welt einfĂŒhren wolle.
Anfragen vom Facebook-Konzern
Der iPhone-Konzern hatte Anfang Juni Widerspruch gegen die Forderungen der Kommission eingelegt. Bereits im Dezember hatte Apple vor "datenhungrigen" Unternehmen gewarnt - und speziell den Facebook-Konzern Meta US30303M1027 erwĂ€hnt, der 15 Anfragen fĂŒr tiefgreifenden Zugang zu Nutzerinformationen gestellt habe. Meta entgegnete damals, Apple verweise immer grundlos auf den Datenschutz, wenn dem Konzern wettbewerbswidriges Verhalten vorgeworfen werde.
Die Kommission hatte bei der Vorlage der InteroperabilitĂ€ts-Forderungen an Apple im MĂ€rz betont, dies solle fĂŒr gleiche Wettbewerbsbedingungen und mehr Auswahl fĂŒr Kunden sorgen.
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