Ascom, Aktie

Ascom Aktie: Auftragsbücher füllen sich

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 07:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ascom verzeichnet deutliches Plus bei Neuaufträgen und bestätigt Jahresprognose. Der operative Gewinn steigt, die Marge verbessert sich spürbar.

Ascom Aktie: Auftragseingang steigt um 11,4 Prozent im ersten Halbjahr
Abstraktes Bild einer modernen Industrieumgebung, das Wachstum und technische Präzision symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ascom hat zur Wochenmitte einen kräftigen Schub bei den Neuaufträgen vermeldet. Der Auftragseingang kletterte im ersten Halbjahr 2026 auf 174,5 Millionen Franken — ein Plus von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen fällt der Zuwachs mit 14,6 Prozent sogar noch deutlicher aus.

Der Auftragsbestand wuchs parallel auf 344,6 Millionen Franken. Mehrere der neuen Verträge sind mehrjährige Rahmenabkommen und sichern damit Umsatz weit über 2026 hinaus. Das Wachstum zeigte sich in allen drei Regionen des Kommunikationsspezialisten — besonders stark liefen die Geschäfte in den nordischen Ländern, in Deutschland sowie in den Wachstumsmärkten Zentral- und Osteuropa, Naher Osten, Afrika und Asien.

Umsatz stabil, Marge zieht an

Beim Nettoumsatz zeigt sich ein gemischtes Bild: In Franken gerechnet blieb er mit 139,8 Millionen nahezu unverändert, zu konstanten Wechselkursen legte er um 2,6 Prozent zu. Der Wechselkurseffekt bremst also die reine Wachstumsgeschichte etwas aus — operativ läuft es für Ascom aber klar besser als im Vorjahr.

Das zeigt sich vor allem auf der Ertragsseite. Das EBITDA stieg auf 13,5 Millionen Franken, die Marge kletterte um 1,1 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent. Kostendisziplin und die 2025 eingeführte Regionalstruktur zahlen sich aus: Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken, während der Konzerngewinn sich auf 5,4 Millionen Franken mehr als verdoppelte.

Bilanz bleibt solide

Die Nettoliquidität lag Ende Juni bei 25,3 Millionen Franken, die Eigenkapitalquote bei 36,5 Prozent. Der Rückgang der liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr erklärt sich vor allem durch höhere Kapitalrückführungen an die Aktionäre — Ascom hatte sein Aktienrückkaufprogramm im Juni abgeschlossen. Der operative Cashflow von 14,0 Millionen Franken entspricht einer soliden Cash-Conversion von 104 Prozent, auch wenn der Vorjahreswert durch Einmaleffekte im Umlaufvermögen noch höher ausfiel.

Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt Ascom die bestehende Guidance: ein niedriges bis mittleres einstelliges Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen sowie eine EBITDA-Marge zwischen 10 und 12 Prozent. Der prall gefüllte Auftragsbestand liefert dafür eine solide Basis für das zweite Halbjahr und die kommenden zwei Jahre.

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