Aktien Asien: Mehrheitlich schwÀcher vor Fed - Sorge um Anleiherenditen
09.12.2025 - 08:41:07Einen Tag vor dem Zinsentscheid in den USA ĂŒberwiegt auch an den HandelsplĂ€tzen der Region die Vorsicht. WĂ€hrend eine weitere Senkung um 25 Basispunkte durch die US-Notenbank bei den meisten Investoren als sicher gilt, sorgen nun die möglichen Erwartungen der Fed an das kommende Jahr fĂŒr Unruhe. Auch die zuletzt stark gestiegenen Renditen an den internationalen AnleihemĂ€rkten wecken zunehmend Besorgnis.
"International werden die Renten zur gröĂeren Konkurrenz von Aktien. Und steigende Zinsen zur Bedrohung von Aktien und Wirtschaft", warnte Thomas Altmann von QC Partners. Die Rendite 10-jĂ€hriger US-Staatsanleihen hatte zu Wochenbeginn den höchsten Stand seit September erreicht, was auch den Verkauf von Anleihen in Europa und Japan verstĂ€rkte.
HĂ€ndler warnten zuletzt zudem davor, dass die US-Notenbank eine Verlangsamung des Lockerungstempos signalisieren könnte, nachdem die nach wie vor hohe Inflation und der Mangel an neuen Daten wĂ€hrend des Shutdowns zu Meinungsverschiedenheiten unter den Fed-Vertretern gefĂŒhrt hatte. Mittlerweile wird an den GeldmĂ€rkten nur noch von zwei weiteren Zinssenkungen bis Ende 2026 ausgegangen, nachdem noch vor einer Woche drei signalisiert worden waren.
Unterdessen spekulieren Analysten bereits, dass nach dem schweren Erdbeben vor Japans PazifikkĂŒste der fĂŒr die kommende Woche erwartete Leitzinsentscheid der japanischen Notenbank womöglich verschoben werden könnte. Auch in dem Inselstaat zogen die Renditen an den AnleihemĂ€rkten nach einem regelrechten Ausverkauf weiter an. Die Rendite der 10-jĂ€hrigen Papiere lag zuletzt nur noch knapp unter der Marke von 2 Prozent und war damit so hoch wie zuletzt im Jahr 2006. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, sie beobachte die Marktentwicklungen genau.
Der japanische Leitindex Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 verbuchte ein dĂŒnnes Plus von 0,14 Prozent auf 50.655,10 Punkte. Die Papiere von Bauunternehmen und Versicherungsanbietern stiegen nach dem jĂŒngsten Erdbeben an.
Der CSI-300-Index CNM0000001Y0 mit den wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen gab um 0,51 Prozent auf 4.598,22 Punkte nach, wÀhrend der stÀrker von Tech-Werten dominierte Hang-Seng-Index HK0000004322 in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong zuletzt rund 1,3 Prozent auf 25.421,37 ZÀhler verlor.
In Australien verlor der Leitindex S&P/ASX 200 XC0006013624 0,45 Prozent auf 8.585,90 Punkte. Zuvor hatte die Reserve Bank of Australia ihren Leitzins wie erwartet zum dritten Mal in Folge unverĂ€ndert gelassen. Die WĂ€hrungshĂŒter warnten jedoch vor einem Anstieg der Inflationsrisiken, und Zentralbankchefin Michele Bullock erklĂ€rte, dass die Bedingungen fĂŒr eine Zinserhöhung im Jahr 2026 in der Sitzung diskutiert worden seien.

