Börsen/Aktien, China

Aktien Asien/ Pazifik: Weitere Verluste - Australien und Japan unter Druck

04.04.2025 - 09:09:53 | dpa.de

Asiens wichtigste AktienmÀrkte haben am Freitag weiter nachgegeben.

Dabei setzte die japanische Börse ihre Talfahrt fort. Auch auf Wochensicht lagen die MÀrkte der Region Asien/Pazifik im Minus.

Vornehmlich Australien und Japan reagierten damit auf den Ausverkauf an der Wall Street. "Es hagelt Abstufungen fĂŒr US-Aktien, GewinnschĂ€tzungen werden zurĂŒckgenommen, die stĂ€rkste Zollanhebung seit ĂŒber einem Jahrhundert lĂ€sst selbst große Adressen wie den Internationalen WĂ€hrungsfonds verlautbaren, dass man noch mehr Zeit benötige, um die möglichen Auswirkungen berechnen zu können", fasste Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC die Folgen der US-ZollankĂŒndigungen zusammen.

Die japanische Börse mit ihren exportorientierten Werten setzte ihre Talfahrt fort. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index JP9010C00002XC0009692440 gab um 2,75 Prozent auf 33.780,58 Punkte nach. Dabei standen Bankaktien unter Druck. Sie reagierten auf die eingetrĂŒbten wirtschaftlichen Aussichten durch die US-Zölle. Die konjunkturellen Sorgen drĂŒckten sich auch in der Entwicklung der Anleiherenditen zehnjĂ€hriger Staatspapiere aus, die den stĂ€rksten Einbruch seit 2003 verzeichneten, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank betonten.

Auch der australische Leitindex S&P/ASX 200 XC0006013624 gab mit 2,44 Prozent auf 7.667,85 Punkte merklich nach. Auch hier spiegelte die Entwicklung der Anleiherenditen die wirtschaftlichen Sorgen wider. In dem RenditerĂŒckgang kam auch die verstĂ€rkte Erwartung an weitere Zinssenkungen zum Ausdruck. In China und Hongkong wurde derweil feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Deutliche Verluste verzeichneten erneut die Börsen Vietnams und an anderer kleinerer MĂ€rkte. Sie reagierten damit ebenfalls auf die eingetrĂŒbten Aussichten durch die US-ZollplĂ€ne. "Zwar haben die Analysten ihre Erwartungen fĂŒr das Gewinnwachstum globaler SchwellenlĂ€nderunternehmen fĂŒr 2025 und 2026 in den vergangenen drei Monaten bereits um jeweils zwei Prozent nach unten korrigiert - weitere AbwĂ€rtsrevisionen halte ich jedoch fĂŒr denkbar, sollte der Handelsstreit zwischen den USA und wichtigen Handelspartnern eskalieren und eine stĂ€rkere AbkĂŒhlung der Weltkonjunktur auslösen als bislang erwartet", merkte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank dazu an. "Mit einer Aufstockung des SchwellenlĂ€nderportfolios wĂŒrde ich vorerst noch warten."

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