Aktien Asien: MĂ€rkte unter Druck - Nvidia-Effekt verpufft
21.11.2025 - 09:09:55Schwache US-Vorgaben belasteten; Quartalszahlen von Nvidia US67066G1040 hatten am US-Aktienmarkt nur kurz gestĂŒtzt, bevor die scharfe Korrektur im Tech-Sektor wieder Fahrt aufnahm. Auffallend schwach waren dabei die technologielastigen Börsen Taiwans und SĂŒdkoreas.
"Erleichterungsrally verpufft", brachten die Experten der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg (LBBW) die Entwicklung auf den Punkt. "Nach der Veröffentlichung des Protokolls der jĂŒngsten US-Notenbank-Sitzung sowie den soliden Signalen vom US-Arbeitsmarktbericht verringerten sich die Chancen auf eine Zinssenkung der Fed im Dezember abermals." (...) "Angesichts dieser Belastungsfaktoren wurden die Anleger zunehmend nervös." Dabei standen vor allem die zinssensitiven Technologiewerte unter Druck.
Aber nicht nur die US-Vorgaben belasteten. In Japan hatte sich die Inflation im Oktober etwas verstĂ€rkt. Die Verbraucherpreise ohne BerĂŒcksichtigung von frischen Lebensmitteln waren im Jahresvergleich um 3,0 Prozent gestiegen. Im Vormonat hatte die Inflationsrate noch bei 2,9 Prozent gelegen. Auch mit BerĂŒcksichtigung von frischen Lebensmitteln waren die Verbraucherpreise im Oktober um 3,0 Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise hĂ€tten zwar den Erwartungen entsprochen, aber gleichwohl das höchste Tempo sei Juli verzeichnet, merkten die Marktstrategen der Deutschen Bank dazu an. Der Leitindex Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 sank um 2,4 Prozent auf 48.625,88 Punkte. Damit betrugen die Verluste auf Wochensicht rund fĂŒnf Prozent.
Hinzu kam die milliardenschwere Finanzspritze zur Ankurbelung der Konjunktur. Die Regierung der neuen MinisterprĂ€sidentin Sanae Takaichi billigte ein MaĂnahmenpaket im Umfang von 21,3 Billionen Yen (117 Milliarden Euro). Zur Finanzierung des Pakets plant die Regierung einen Nachtragshaushalt in Höhe von 17,7 Billionen Yen fĂŒr das noch bis Ende MĂ€rz laufende Haushaltsjahr.
Was vordergrĂŒndig positiv klingt, hat jedoch seine Kehrseite. Die Finanzspritze habe Bedenken wegen der bereits hohen Verschuldung Japans verstĂ€rkt, merkten die Marktstrategen der Deutschen Bank an. Das habe sich in dem krĂ€ftigen Anstieg der Renditen am Anleihemarkt seit Wochenbeginn widergespiegelt, auch wenn diese aktuell etwas gesunken seien. Hintergrund dĂŒrften die Verluste an den AktienmĂ€rkten und die wachsende Risikoscheu der Marktteilnehmer sein, was Anleihen kurzfristig stĂŒtze.
Verluste erlitten auch die chinesischen MĂ€rkte. FĂŒr den CSI-300-Index CNM0000001Y0 mit den wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen ging es um 2,44 Prozent auf 4.453,61 Punkte nach unten. Der Hang-Seng-Index HK0000004322 der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong tendierte mit minus 2,21 Prozent auf 25.265,55 Punkten ebenfalls schwach.
China steuere zwar auf ein weiteres Paket zur StĂŒtzung des Immobilienmarktes zu, so Marktanalyst Stephen Innes von Vermögensverwalter SPI Asset Management. Das unterstreiche aber letztlich nur die weiterhin schwierige Lage, die bereits seit mehreren Jahren anhalte. Die SchwĂ€che belaste die Zuversicht der Verbraucher.
Nicht ganz so stark, aber immer noch ausgeprÀgt waren die Abgaben in Australien. Der australische Leitindex S&P/ASX 200 XC0006013624 sank um 1,59 Prozent auf 8.416,50 Punkte.

