AT-Alert, Handy-Alarm

AT-Alert: Österreichs Handy-Alarm wird zur Katastrophenschutz-SĂ€ule

06.02.2026 - 00:30:12

Das mobile Warnsystem AT-Alert hat sich als unverzichtbares Werkzeug im Zivilschutz etabliert. Es nutzt Cell Broadcast, um prÀzise Warnungen direkt auf Smartphones zu senden, und ergÀnzt das traditionelle Sirenennetz.

Mehr als ein Jahr nach dem Start hat sich das mobile Warnsystem AT-Alert als zentrale Säule im österreichischen Katastrophenschutz etabliert. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse steht die direkte Alarmierung auf dem Smartphone heute mehr denn je im Mittelpunkt. Das System hat seine Leistungsfähigkeit zuletzt bei einem österreichweiten Test im Herbst 2025 unter Beweis gestellt.

AT-Alert ermöglicht es den Behörden, präzise Warnungen an alle Mobiltelefone in einem definierten Gefahrengebiet zu senden. Diese Fähigkeit, von lokalen Unwettern bis zu großflächigen Bedrohungen zu informieren, macht es zu einem unverzichtbaren Werkzeug für den modernen Zivilschutz. Die jüngsten Einsätze zeigen, wie entscheidend schnelle Verhaltensanweisungen für die Sicherheit der Bürger sein können.

So funktioniert der Handy-Alarm

Das Herzstück von AT-Alert ist die Cell-Broadcast-Technologie. Sie unterscheidet sich grundlegend von einer SMS. Statt Nachrichten an einzelne Nummern zu senden, strahlen die Mobilfunkmasten die Warnung wie ein Radiosignal an alle empfangsbereiten Geräte in einer Funkzelle aus.

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  • Keine App nötig: Für den Empfang ist keine spezielle App oder Registrierung notwendig. Die Funktion ist in modernen Betriebssystemen standardmäßig integriert.
  • Anonymität: Da keine personenbezogenen Daten erfasst werden, bleibt die Warnung vollständig anonym.
  • Voraussetzung: Ein kompatibles Smartphone, in der Regel mit Android ab Version 11 oder iOS ab Version 17.4, ist erforderlich.

Das System ist als digitale Ergänzung zum traditionellen Netz aus rund 8.300 Zivilschutzsirenen konzipiert. Während Sirenen ein weithin hörbares, aber undifferenziertes Signal aussenden, liefert AT-Alert detaillierte Textinformationen direkt auf das Display – auf Deutsch und Englisch.

Bewährungsprobe: Der österreichweite Test

Am 4. Oktober 2025 fand der letzte großangelegte Test von AT-Alert statt, zeitgleich mit dem jährlichen Zivilschutz-Probealarm der Sirenen. Die Testnachricht wurde an alle eingeschalteten und im Netz eingeloggten Handys gesendet.

Solche regelmäßigen Tests sind entscheidend, um die technische Zuverlässigkeit zu überprüfen und die Bevölkerung mit dem durchdringenden Alarmton vertraut zu machen. Blieb das Gerät während des Tests stumm, empfehlen Experten eine Überprüfung der Smartphone-Einstellungen.

Wichtig: Der Empfang von behördlichen Testwarnungen muss in den Benachrichtigungs- oder Notfalleinstellungen oft explizit aktiviert werden. Die höchste Warnstufe, der „Notfallalarm“, ist jedoch standardmäßig auf allen Geräten aktiv und kann nicht deaktiviert werden.

Die vier Warnstufen im Detail

AT-Alert verfügt über ein mehrstufiges System, um die Dringlichkeit einer Gefahr zu kommunizieren:

  1. Notfallalarm (Level 1): Für akute, lebensbedrohliche Lagen. Sein Ton übersteuert den Lautlos-Modus.
  2. Extreme Gefahr (Level 2): Für gravierende Szenarien wie herannahende schwere Unwetter.
  3. Erhebliche Gefahr (Level 3): Für ernste, aber möglicherweise nicht unmittelbar lebensbedrohliche Situationen.
  4. Gefahreninformation (Level 4): Dient der allgemeinen Information über potenzielle Risiken.

Diese Stufen können, mit Ausnahme des Notfallalarms, vom Nutzer in den Telefoneinstellungen individuell verwaltet werden. Experten raten jedoch, alle Warnstufen aktiviert zu lassen.

Digitale Transformation des Zivilschutzes

Die Implementierung von AT-Alert markiert einen entscheidenden Schritt in der Modernisierung des Katastrophenmanagements. Es ist die nationale Umsetzung einer EU-Vorgabe. In einer Zeit, in der das Smartphone zum ständigen Begleiter geworden ist, schließt Cell Broadcast eine kritische Lücke.

Es erreicht Menschen direkt – ob in Gebäuden, mit Kopfhörern oder in lauten urbanen Umgebungen, in denen Sirenen überhört werden. Gleichzeitig bleibt die Ausfallsicherheit ein Thema. Da Cell Broadcast auf funktionierende Mobilfunkmasten angewiesen ist, bleibt das autarke Sirenensystem eine unverzichtbare Rückfallebene, etwa bei Stromausfällen.

Was kommt als Nächstes?

Die Weiterentwicklung von AT-Alert ist ein fortlaufender Prozess. Basierend auf Tests und realen Einsätzen arbeiten Behörden und Mobilfunkbetreiber an der Optimierung. Ein Aspekt ist die verbesserte Wiederauffindbarkeit von Warnmeldungen auf den Endgeräten.

Parallel zur technischen Verfeinerung bleibt die Sensibilisierung der Bevölkerung eine Daueraufgabe. Organisationen wie der Zivilschutzverband spielen eine wichtige Rolle dabei, das Wissen über die Bedeutung der Alarme und die richtigen Verhaltensweisen zu verbreiten. Es wird erwartet, dass auch im Herbst 2026 wieder ein landesweiter Probealarm stattfinden wird.

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