New York Schluss: Preisdaten dÀmpfen wieder die Stimmung
16.02.2024 - 22:25:04 | dpa.deDie Erzeugerpreise waren im Januar in den Vereinigten Staaten etwas stÀrker gestiegen als erwartet und dies erinnerte die Anleger einmal mehr an die Gefahr, dass die Zinsen vielleicht doch nicht so schnell sinken wie zuletzt erhofft.
Der Dow Jones Industrial US2605661048 gab um 0,37 Prozent auf 38 627,99 Punkte nach, wĂ€hrend der marktbreite S&P 500 US78378X1072 um 0,48 Prozent auf 5005,57 ZĂ€hler fiel. Im Tech-Sektor war das Minus etwas gröĂer, der davon geprĂ€gte Nasdaq 100 US6311011026 fiel um 0,90 Prozent auf 17 685,98 Punkte. In der Wochenbilanz hat der Dow damit 0,1 Prozent und der Nasdaq-Index 1,5 Prozent verloren.
Alle drei Indizes hatten sich nach RĂŒcksetzern am Dienstag zuletzt wieder den davor aufgestellten Rekorden genĂ€hert. Dabei hatten die Anleger zuletzt einen Haken an bereits enttĂ€uschende Inflationszahlen gemacht, die am Dienstag noch Verluste verursacht hatten. Die Erzeugerpreisdaten stachelten nun aber wieder die Sorgen vor womöglich noch lĂ€nger hohen Zinsen an. Zuletzt waren solche Ăngste der Investoren aber auch mit dem Vertrauen in eine weiche Landung der Wirtschaft abgewogen worden.
Ein ĂŒberraschend guter Umsatzausblick des HalbleiterausrĂŒsters Applied Materials US0382221051 machte Anlegern Hoffnung auf eine Belebung der Chipbranche. Dies trieb die Rekordrally der Aktien, die schon lĂ€nger vom KĂŒnstliche-Intelligenz-Hype beflĂŒgelt werden, erstmals ĂŒber die 200-Dollar-Marke. Ăber die Ziellinie ging die Aktie 6,4 Prozent höher. Die Papiere der Branchenkollegen Lam Research US5128071082 und KLA US4824801009 legten um jeweils mehr als ein Prozent zu.
Mit deutlichen KursausschlÀgen fielen die Papiere der KryptowÀhrungsböse Coinbase US19260Q1076 auf, die mit unerwartet starken Quartalszahlen punktete und erstmals seit zwei Jahren wieder einen Gewinn erwirtschaftete. Die Aktien sprangen um 8,8 Prozent nach oben.
Ăberraschend schwache GeschĂ€ftsziele lieferte dagegen der Online-Lieferdienst Doordash US25809K1051, dessen Aktien um acht Prozent in die Knie gingen. Keine guten Nachrichten sendete auch Dropbox US26210C1045 mit seinem Quartalsbericht. Dessen Papiere brachen um 23 Prozent ein. Die Resultate und Begleitaussagen deuteten nach gutem Lauf der Aktien auf eine negative Wendung des Chance-Risiko-Profils hin, hieĂ es von Bank of America. Deren Analyst Michael Funk stufte sie gleich doppelt auf "Underperform" ab.
Der Rekordrally des Pharmakonzerns Eli Lilly US5324571083 verlieh eine positive Analystenstudie mit einem Anstieg um 3,2 Prozent weiteren Schwung. Das Unternehmen profitiert aktuell vom Hype um seine neuartigen Diabetesmittel und AppetitzĂŒgler. Der Morgan-Stanley-Analyst Terence Flynn spekuliert deshalb, dass Eli Lilly bald zum elitĂ€ren Club jener Konzerne mit einer Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar gehören könnte. Auf diesen Börsenwert kommen bislang nur groĂe Techwerte.
Der Euro EU0009652759 hat sich am Freitag nahe dem Vortagsniveau bewegt, nachdem die Erzeugerpreise zunÀchst eine Berg- und Talfahrt ausgelöst hatten. Zuletzt notierte die GemeinschaftswÀhrung bei 1,0777 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,0743 (Mittwoch: 1,0713) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9308 Euro.
Die Kurse von US-Staatsanleihen gaben nach. Der Terminkontrakt fĂŒr zehnjĂ€hrige Anleihen fiel zuletzt um 0,34 Prozent auf 109,80 Punkte. Die Rendite der Staatspapiere mit dieser Laufzeit stieg im Gegenzug auf 4,29 Prozent./tih/he
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---
So schÀtzen die Börsenprofis Thema des Tages Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

