Sparpaket fĂŒr Krankenkassen: Details bis zum FrĂŒhjahr unklar
14.01.2026 - 18:21:22 | dpa.deEnde MÀrz werde die beauftragte Kommission ihre FinanzierungsvorschlÀge machen, dann werde bis zur Sommerpause ein Gesetzentwurf vorgelegt, sagte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in Berlin. Bis Oktober soll das Gesetz beschlossen sein.
Eingespart werden soll ein zweistelliger Milliardenbetrag, damit die KrankenkassenbeitrÀge nicht weiter steigen. In der Debatte sind zum Beispiel höhere Zuzahlungen oder eingeschrÀnkte Leistungen. Warken hÀlt sich aber bisher bedeckt, was sie aufgreifen will. Die Kommission berate "ohne Denkverbote und ohne feste Vorgaben", solle aber ein ausgewogenes Paket vorlegen, sagte die CDU-Politikerin.
Warken hatte Ende 2025 ein erstes kleines Sparpaket durchgebracht, fĂŒr Millionen Krankenversicherte stiegen die ZusatzbeitrĂ€ge aber zu Jahresbeginn trotzdem. FĂŒr 2026 rechnen die Krankenkassen mit einem erneuten Ausgabenanstieg auf nunmehr 370 Milliarden Euro, nach etwa 347 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.
Einige PlÀne in der Pipeline
Neben der Sparreform hat Warken nach eigenen Angaben fĂŒr dieses Jahr eine Reihe weiterer Gesetze in Planung. "Wir starten das Jahr mit einer groĂen Erwartungshaltung", sagte sie. Sie nannte unter anderem:
* HausĂ€rzte als erste Anlaufstelle: Das sogenannte PrimĂ€rarztsystem soll eigenstĂ€ndige Facharztbesuche der Patienten einschrĂ€nken. Dort soll es dann aber schneller Termine geben. PflegekrĂ€fte mit Master-Abschluss sollen Ărzten mehr Aufgaben abnehmen.
* Die finanziell angeschlagene Pflegeversicherung muss saniert werden. Neu justiert wird dabei auch, was die Versicherung kĂŒnftig bezahlt. Auch diese groĂe Reform soll 2026 abgeschlossen werden.
* Die Notrufnummer 112 der Rettungsleitstellen und das Ă€rztliche Beratungsangebot unter der Nummer 116117 sollen in Gesundheitsleitsystemen vernetzt werden. Klinken und ambulante Ărzte sollen in integrierten Notfallzentren zusammenarbeiten.
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