Maschinenbauer, Trumpf

Maschinenbauer Trumpf will rund 1.000 Stellen streichen

09.05.2025 - 17:00:28

Aufgrund der Konjunkturflaute will der Maschinenbauer Trumpf in den nÀchsten Monaten rund 1.000 Jobs streichen.

Am Stammsitz sollen rund 430 von insgesamt 6.200 Stellen abgebaut werde, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dazu gehören die Trumpf-Standorte in Ditzingen bei Stuttgart, Gerlingen, Leonberg-Höfingen und Hettingen.

"Auch Trumpf kann sich nicht der seit fast zwei Jahren anhaltenden globalen KonjunkturschwĂ€che entziehen", hieß es. Aufgrund der damit verbundenen AuftragsrĂŒckgĂ€nge passe man nun die Struktur an. Es sei unvermeidlich, auch Stellen abzubauen. Das Unternehmen wolle sich mit dem Schritt robust und zukunftsfĂ€hig aufstellen. Der Stellenabbau solle "möglichst sozialverantwortlich geschehen". Die GesprĂ€che mit dem Betriebsrat dazu laufen demnach.

Im GeschÀftsjahr 2023/24 war die Mitarbeiterzahl bei Trumpf noch um mehr als 650 gestiegen. Ende Juni 2024 beschÀftigte das Familienunternehmen rund 19.000 Menschen, davon gut 9.500 in Deutschland.

Industriekunden halten sich zurĂŒck

Trumpf fertigt Werkzeugmaschinen und ist Spezialist fĂŒr Laser. Letztere liefert das Unternehmen zum Beispiel an Industriebetriebe aus der Halbleiterbranche. Der MittelstĂ€ndler hat bereits lĂ€nger mit der schwachen Konjunktur zu kĂ€mpfen. Zahlreiche Kunden haben sich nach Angaben von Chefin Nicola Leibinger-KammĂŒller zuletzt mit Investitionen zurĂŒckgehalten.

Im GeschÀftsjahr 2023/24 war das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 18,6 Prozent auf gut 500 Millionen Euro abgesackt. Der Umsatz sank zugleich um 3,6 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro, der Auftragseingang um 10 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Die Bilanz fiel damit schlechter aus als erwartet. Das Trumpf-GeschÀftsjahr dauert von Juli bis Ende Juni des Folgejahres.

Bereits damals hatte Trumpf ein Sparprogramm aufgesetzt. Das betraf unter anderem GeschĂ€ftsreisen und Beratungsleistungen. Im laufenden Jahr peilte das Management um Leibinger-KammĂŒller bei den KĂŒrzungen ein Volumen von 250 Millionen Euro an. Seit vergangenem September mĂŒssen daher auch Hunderte BeschĂ€ftigte am Stammhaus Gehaltseinbußen hinnehmen, weil deren Arbeitszeit reduziert wurde.

@ dpa.de