Aurubis Aktie: Prognose hoch, Kurs tief
23.03.2026 - 04:58:52 | boerse-global.deAurubis hat die Jahresprognose kräftig nach oben geschraubt — und die Aktie gibt trotzdem nach. Dieser Widerspruch zwischen fundamentaler Stärke und Kursschwäche prägt das Bild des Hamburger Kupferkonzerns gerade.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 erwartet Aurubis nun ein operatives Ergebnis vor Steuern zwischen 375 und 475 Millionen Euro. Die bisherige Spanne lag bei 300 bis 400 Millionen Euro — ein deutlicher Sprung, begründet mit höheren Metallpreisen und robuster Kupfernachfrage. Aktionäre sollen zudem eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie erhalten, rund sieben Prozent mehr als zuletzt.
Investitionsprogramm auf der Zielgeraden
Der Hintergrund dieser Zuversicht: Aurubis nähert sich dem Abschluss eines milliardenschweren Wachstumsprogramms. Bereits rund 80 Prozent der geplanten 1,7 Milliarden Euro wurden abgerufen. Drei Projekte stehen kurz vor der Fertigstellung — das neue Recyclingwerk Aurubis Richmond in den USA verarbeitete im Januar 2026 erstmals komplexe Recyclingmaterialien und soll noch im ersten Halbjahr 2026 seine volle Kapazität von 180.000 Tonnen jährlich erreichen. Die Erweiterungen in Hamburg und im bulgarischen Pirdop — dort steigt die Kapazität um rund 50 Prozent auf 340.000 Tonnen Raffinadekupfer — folgen im weiteren Jahresverlauf.
Parallel dazu veröffentlichte Aurubis sein erstes eigenständiges ESG-Factbook. Der CO?-Fußabdruck der produzierten Kupferkathoden liegt über 60 Prozent unter dem weltweiten Schmelzendurchschnitt — ein Argument, das zunehmend institutionelle Investoren anspricht. Die Europäische Investitionsbank stützt entsprechende Umweltinitiativen mit einem Darlehen von 200 Millionen Euro.
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Kurs bleibt hinter der Story zurĂĽck
An der Börse spiegeln sich diese Fortschritte bislang nicht wider. Mit einem Kurs von zuletzt 152,70 Euro notiert die Aktie rund zwölf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat in den vergangenen 30 Tagen über zehn Prozent verloren. Der RSI liegt bei 31 — ein Niveau, das technisch als überverkauft gilt. Analysten verweisen auf fragile EBITDA-Margen als strukturellen Dämpfer.
Sobald die drei Großprojekte vollständig in Betrieb sind und ihre Kapazitäten auslasten, dürfte sich zeigen, ob die angehobene Prognose die Margen tatsächlich stabilisiert. Der Investitionszyklus ist fast abgeschlossen — jetzt muss der Ertrag folgen.
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