Schneller abschieben: EU einig bei sicheren HerkunftslÀndern
18.12.2025 - 13:39:13 | dpa.deDafĂŒr werden die Staaten zu sicheren HerkunftslĂ€ndern erklĂ€rt, wie aus einer Einigung von Vertretern der EU-Staaten und des Europaparlaments hervorgeht. Auch das Kosovo, Kolumbien sowie die sĂŒdasiatischen Staaten Indien und Bangladesch sollen demnach zur Liste hinzugefĂŒgt werden.
GrundsĂ€tzlich sollen auch LĂ€nder, die Kandidaten fĂŒr einen EU-Beitritt sind, als sicher gelten. Dazu wĂŒrden dann etwa Albanien, Montenegro oder die TĂŒrkei gehören können. Allerdings können diese Staaten ausgenommen werden, etwa weil die EU Sanktionen gegen sie verhĂ€ngt hat oder weil in dem Land ein bewaffneter Konflikt ausgebrochen ist.
Weitere LĂ€nder können hinzugefĂŒgt werden
Die EU-Liste kann in der Zukunft auch durch weitere LĂ€nder ergĂ€nzt werden, heiĂt es in einer Mitteilung des Europaparlaments. Die EU-Kommission soll die Lage in den LĂ€ndern auf der Liste beobachten und reagieren, wenn sich die UmstĂ€nde Ă€ndern. Sie könnte demnach vorĂŒbergehend entscheiden, dass ein Land nicht sicher ist.
Parlament und EU-Staaten mĂŒssen dem Vorhaben noch formell zustimmen. Normalerweise ist das Formsache, wenn sich die UnterhĂ€ndler der Institutionen zuvor auf einen Kompromiss geeinigt haben.
Liste auch fĂŒr Deutschland rechtlich bindend
In Deutschland gibt es bereits eine Liste sogenannter sicherer HerkunftslÀnder. Die Einstufung soll ebenfalls schnellere Abschiebungen dorthin ermöglichen. Von den LÀndern auf der nun beschlossenen EU-Liste waren darauf bisher nur der Kosovo, Albanien und Montenegro als sicher eingestuft.
Die EU-Liste ist bindend fĂŒr alle Mitgliedstaaten. Gleichzeitig muss dem Vorschlag nach auch weiterhin immer der Einzelfall geprĂŒft werden. Menschen, die aus diesen LĂ€ndern kommen und in der EU Schutz suchen, sollen also nicht automatisch abgeschoben werden, bekommen aber ein beschleunigtes Asylverfahren.
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