RegenfÀlle machen Winzern zu schaffen - Pilzbefall droht
30.05.2024 - 06:07:28Pflanzenschutz sei ein groĂes Thema, es könnten auf Dauer Pilzerkrankungen wie der Falsche Mehltau drohen, sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Badischen Weinbauverbands, Holger Klein. "Die stĂ€ndige Feuchtigkeit ist nicht optimal."
Ăhnlich Ă€uĂerte sich der VizeprĂ€sident des Weinbauverbands WĂŒrttemberg, Peter Albrecht: "Das könnte drohen, wenn die Wetterlage so weitergeht", sagte er mit Blick auf den Falschen Mehltau. Bisher sei im wĂŒrttembergischen Gebiet aber noch keine Gefahr im Verzug.
Falscher und Echter Mehltau sowie GrauschimmelfĂ€ule gelten als die gröĂten SchĂ€dlinge der Reben. Damit im Herbst gesunde Trauben gelesen werden können, werden die Reben im konventionellen Weinbau mehrmals mit Pflanzenschutzmitteln eingesprĂŒht. Deutlich weniger Pflanzenschutz brauchen neue pilzwiderstandsfĂ€hige Rebsorten, kurz Piwi-Rebsorten genannt.
Stefan Huschle vom Weingut Freiherr von und zu Franckenstein in Offenburg sagte, die NiederschlĂ€ge seien fĂŒr Branche durchaus auch positiv. "Es gibt nun wieder ausreichend BodenwasservorrĂ€te." In der Ortenau und anderswo habe es FrostschĂ€den in den Weinbergen gegeben. Die Folgen seien gebietsweise sehr unterschiedlich und schlecht abzuschĂ€tzen. "Die Auswirkungen auf den Ertrag wird man letztlich erst im Herbst beurteilen können", sagte Huschle.
Nach einer frĂŒheren EinschĂ€tzung des Weinbauverbands WĂŒrttemberg gab es im dortigen Gebiet auf bis zu 50 Prozent der WeinbauflĂ€che Frostereignisse. Die Nachtfröste waren zuletzt Ende April aufgetreten. Zuvor sorgten relativ milde Temperaturen dafĂŒr, dass die Reben in vielen Regionen austrieben.
Bezogen auf die RebflĂ€che liegen die Anbaugebiete Baden und WĂŒrttemberg in Deutschland auf Platz drei und vier. GröĂer sind nur die Gebiete Rheinhessen und Pfalz.

