Wadephul betont zu Trumps 'Friedensrat' Bedeutung der UN
21.01.2026 - 11:20:25"Wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen und Premierminister Musalia Mudavadi in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Zugleich rĂ€umte er ein, die UN mĂŒssten reformiert und effektiver gemacht werden - Ă€hnlich, wie dies Trump mehrfach gefordert hat.
Zu den Trump-PlÀnen zu einer Art globalem "Friedensrat" sagte Wadephul, Kanzler Friedrich Merz (CDU) werde bei seinem Treffen mit Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos hoffentlich Gelegenheit haben, "die Fragen, die wir zu seinem weiteren Vorschlag haben, noch zu vertiefen". Er ergÀnzte: "Die sind bis zum heutigen Zeitpunkt nicht beantwortet. Aber in einem guten Dialog miteinander werden wir das besprechen."
Mudavadi hob ebenfalls die Bedeutung der UN zur Konfliktlösung hervor. Kenia sei nicht in den "Friedensrat" von Trump eingeladen worden. "Aus kenianischer Sicht ist es wichtig, Institutionen wie die Vereinten Nationen zu stĂ€rken, da die gesamte globale Friedensarchitektur auf dem UN-Rahmenwerk basiert", sagte er. "Wir sind ĂŒberzeugt, dass Multilateralismus der richtige Weg ist." Eine Reform der UN sei sinnvoller als die Schaffung paralleler Prozesse, um ein koordiniertes Vorgehen zu gewĂ€hrleisten.
Wadephul betonte, Deutschland kandidiere nicht nur fĂŒr einen nichtstĂ€ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, sondern "zeigt tagtĂ€glich in seiner praktischen Handlungsweise, dass das UN-System unser Friedenssicherungssystem ist, das unsere volle UnterstĂŒtzung verdient".
"Friedensrat" in der Kritik
Kritiker werfen Trump vor, mit seinem internationalen "Friedensrat" eine auf ihn selbst zugeschnittene Alternative zur UN aufbauen zu wollen, die sich um Krisen und Konflikte weltweit kĂŒmmern soll. Der US-PrĂ€sident plant nach Angaben des WeiĂen Hauses in Davos eine AnkĂŒndigung zu seinen PlĂ€nen. Medienberichten zufolge will er dann die sogenannte "Charta" zu dem Rat unterzeichnen, also die Satzung. Das internationale Echo auf den VorstoĂ - vor allem aus Europa - ist eher verhalten.

