Australien schrÀnkt Verkauf von hochdosiertem Vitamin B6 ein
01.03.2026 - 01:48:42 | boerse-global.deAustraliens Arzneimittelbehörde TGA startet eine Informationskampagne fĂŒr Ărzte und bereitet strengere Regeln fĂŒr Vitamin-B6-PrĂ€parate vor. Ab Juni 2027 werden hochdosierte Produkte nur noch in Apotheken oder auf Rezept erhĂ€ltlich sein. Der Grund: Hunderte gemeldete FĂ€lle von NervenschĂ€den.
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Ab 2027: Höhere Dosen nur noch in der Apotheke
Die neuen Vorschriften treten am 1. Juni 2027 in Kraft und klassifizieren Vitamin-B6-PrĂ€parate neu. Produkte mit bis zu 50 Milligramm (mg) pro Tagesdosis bleiben frei verkĂ€ulich. Alles, was zwischen 50 mg und 200 mg liegt, wird zum âPharmacist Only Medicineâ. Das heiĂt: Es gibt es nur noch hinter dem Apothekertresen nach einer Beratung. FĂŒr Dosen ĂŒber 200 mg ist kĂŒnftig ein Rezept nötig. Die lange Ăbergangsfrist soll der Industrie Zeit fĂŒr die Umstellung geben.
NervenschĂ€den als Hauptgrund fĂŒr die VerschĂ€rfung
Die TGA reagiert auf eine besorgniserregende Zahl von Nebenwirkungsmeldungen. Bis Ende 2025 gab es etwa 250 bis 285 Berichte ĂŒber periphere Neuropathie â NervenschĂ€den, die sich durch Kribbeln, Brennen oder Taubheit in HĂ€nden und FĂŒĂen Ă€uĂern. Das Paradoxe: Diese Symptome Ă€hneln denen eines Vitamin-B6-Mangels. Betroffene könnten ihre Dosis daher fĂ€lschlicherweise noch weiter erhöhen.
Das Risiko einer Ăberdosierung ist real, denn die empfohlene Tagesdosis fĂŒr Erwachsene liegt nur bei 1,3 bis 1,7 mg. Die als sicher geltende Obergrenze betrĂ€gt 50 mg. Vitamin B6 steckt jedoch nicht nur in EinzelprĂ€paraten, sondern auch in vielen Multivitaminen, Magnesiumprodukten und angereicherten Lebensmitteln.
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Folgen fĂŒr Verbraucher und Industrie
FĂŒr den Markt bedeutet die Neuregulierung einen erheblichen Einschnitt. Mindestens 125 Produkte sind betroffen und mĂŒssen neu registriert werden. Verbraucher mĂŒssen sich umgewöhnen: Der Zugang zu therapeutisch höheren Dosen wird bewusster und setzt kĂŒnftig eine professionelle Beratung voraus. Gesundheitsorganisationen begrĂŒĂen den Schritt als notwendigen Schutz. Branchenvertreter betonen zwar die Sicherheit, pochen aber weiter auf den Zugang zu wissenschaftlich fundierten, höheren Dosen.
AufklÀrung und mögliche weitere Anpassungen
Parallel zu den neuen Regeln startet die TGA eine AufklĂ€rungskampagne. Ărzte werden bereits jetzt sensibilisiert, bei Neuropathie-Patienten gezielt nach NahrungsergĂ€nzungsmitteln zu fragen. Ein weiterer Faktor könnte die Regulierung noch verĂ€ndern: Der National Health and Medical Research Council ĂŒberprĂŒft derzeit die offizielle Obergrenze fĂŒr die Vitamin-B6-Aufnahme. Dessen Ergebnisse werden fĂŒr Anfang 2027 erwartet und könnten zu einer Nachjustierung der gerade beschlossenen MaĂnahmen fĂŒhren.
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