AUTO1 Group Aktie: Gewinnziele enttÀuschen
25.02.2026 - 10:10:32 | boerse-global.deDie AUTO1 Group lieferte am Mittwoch ein starkes Zahlenwerk fĂŒr 2025 ab â doch die Börse reagierte mit einem Kurssturz von zeitweise 8 Prozent. Der Titel fiel auf 17,90 Euro und markierte damit den tiefsten Stand seit April 2025. Verantwortlich fĂŒr die Verkaufswelle: Der Ausblick auf das operative Ergebnis 2026 liegt deutlich unter den Erwartungen der Analysten.
Rekordjahr mit Fragezeichen
Das abgelaufene GeschĂ€ftsjahr brachte dem Online-GebrauchtwagenhĂ€ndler Bestwerte in allen relevanten Kategorien. Der Absatz kletterte um 22 Prozent auf 842.271 Fahrzeuge, der Umsatz legte um 30 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zu. Besonders beeindruckend entwickelte sich das bereinigte EBITDA, das um 81 Prozent auf 198 Millionen Euro hochschnellte. Damit ĂŒbertrafen die Berliner sogar ihre im November angehobene Prognose von maximal 975 Millionen Euro Bruttogewinn â am Ende standen 991 Millionen Euro zu Buche.
Die Privatkundensparte, zu der Autohero und wirkaufendeinauto.de gehören, knackte erstmals die Marke von 100.000 verkauften Fahrzeugen. Pro Auto erzielte AUTO1 hier einen Bruttogewinn von 2.605 Euro, ein Plus von einem FĂŒnftel gegenĂŒber 2024. Im HĂ€ndlergeschĂ€ft lag dieser Wert bei nur 976 Euro je Fahrzeug.
WachstumsplÀne auf Kosten der Marge
FĂŒr 2026 stellt das Management den Verkauf von 940.000 bis zu einer Million Autos in Aussicht. Das bereinigte EBITDA soll auf 250 bis 275 Millionen Euro steigen. Doch genau hier liegt das Problem: Die AnalystenschĂ€tzungen lagen im Schnitt bereits am oberen Ende dieser Spanne. Giles Thorne von Jefferies stellte fest, dass AUTO1 bei der Zielsetzung eindeutig Wachstum ĂŒber Ertragskraft stelle â eine Strategie, die das Management zwar angekĂŒndigt hatte, die aber dennoch fĂŒr EnttĂ€uschung sorgte.
Marcus Diebel von JPMorgan verwies darauf, dass zusĂ€tzliche Investitionen das Ertragspotenzial des Wachstums drĂŒcken dĂŒrften. Beide Experten hoben allerdings hervor, dass AUTO1 zur Vorsicht bei Prognosen neige â die tatsĂ€chliche Entwicklung könnte also besser ausfallen als kommuniziert.
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Gescheiterte Bodenbildung
Nach einem Kursrutsch von ĂŒber 40 Prozent zwischen Ende Januar und Mitte Februar 2026 deutete sich zunĂ€chst eine Stabilisierung an. Die Aktie notierte Ende Januar noch um 30 Euro. Der vorbörsliche Anstieg um 6 Prozent am Mittwochmorgen erwies sich jedoch als Strohfeuer â im Xetra-Handel drehte der Titel deutlich ins Minus und beendete den Tag mit einem Verlust von 6,8 Prozent bei gut 18 Euro.
Damit zĂ€hlt die AUTO1 Group-Aktie mit einem Minus von ĂŒber einem Drittel zu den gröĂten MDAX-Verlierern des laufenden Jahres. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung scheint zunĂ€chst verflogen.
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