Axiata Group Bhd: Telekom-Riese im Umbau – was die Aktie für Anleger jetzt attraktiv macht
02.02.2026 - 01:42:51Die Aktie der malaysischen Telekomgruppe Axiata Group Bhd steht wieder stärker im Fokus internationaler Anleger. Nach Jahren der Neuausrichtung und mehreren Portfolioumbauten deutet die jüngste Kursentwicklung darauf hin, dass der Markt dem Konzern zunehmend zutraut, aus seinem weit verzweigten Telekom-Portfolio in Asien mehr Profitabilität herauszuholen. Das Sentiment ist verhalten positiv: Der Wert notiert zwar noch deutlich unter früheren Höchstständen, zeigt aber eine stabile Aufwärtstendenz und profitiert von der Kombination aus Kostenprogrammen, Konsolidierungsschritten und wachsendem Datenverbrauch in den Schwellenländern.
Zum Beginn des aktuellen Handelstages wurde die Axiata Group Bhd an der Börse Kuala Lumpur zu rund 2,75 Malaysischen Ringgit (MYR) je Aktie gehandelt. Die Daten basieren auf Kursinformationen von Reuters und Yahoo Finance, abgefragt am heutigen Tag gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit. In beiden Quellen werden vergleichbare Notierungen und Handelsvolumina ausgewiesen. Bei geschlossenen Märkten entspricht dieser Stand in etwa dem letzten verfügbaren Schlusskurs.
In der Fünf-Tage-Betrachtung zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend: Die Aktie hat sich im Wochenverlauf von etwa 2,70 MYR ausgehend um einige Sen an die Marke von 2,75 MYR herangearbeitet. Auf Sicht von rund drei Monaten bleibt die Tendenz ebenfalls positiv: Von Niveaus nahe 2,40 bis 2,50 MYR hat sich der Kurs sukzessive nach oben gearbeitet, wenn auch begleitet von typischen Schwankungen eines Telekom-Titels mit hoher EM-Exponierung. Das 52-Wochen-Spannungsfeld liegt laut den übereinstimmenden Angaben der Datenanbieter grob zwischen rund 2,20 MYR auf der Unterseite und knapp 3,10 MYR auf der Oberseite. Auf dem jetzigen Niveau handelt Axiata damit im mittleren Bereich der Jahresspanne – genügend Abstand zum Tief, aber auch deutlich unter dem Hoch, was Spielraum für weitere Kursfantasie lässt.
Ein-Jahres-RĂĽckblick: Das Investment-Szenario
Wer vor rund einem Jahr in Axiata eingestiegen ist, kann sich heute über einen respektablen Wertzuwachs freuen – wenn auch keinen spektakulären Höhenflug. Der damalige Schlusskurs lag nach übereinstimmenden Kursreihen von Reuters und Yahoo Finance im Bereich von etwa 2,40 MYR je Aktie. Ausgehend von einem heutigen Kursniveau von rund 2,75 MYR ergibt sich damit ein Kursanstieg von ungefähr 14 bis 15 Prozent innerhalb eines Jahres.
Rechnerisch entspricht dies einer Performance von etwa plus 14,6 Prozent (Differenz von 0,35 MYR auf das Ausgangsniveau von 2,40 MYR; 0,35 / 2,40 ? 14,6 Prozent). Berücksichtigt man zusätzlich die Dividendenzahlungen, die Telekomwerte wie Axiata traditionell bieten, fällt die Gesamtrendite noch etwas höher aus. Für langfristig orientierte Investoren ergibt sich damit ein solides, wenngleich nicht überragendes Bild: Die Aktie hat ihren Charakter als defensiver Wachstumswert bestätigt – mit überschaubarem Kursrisiko, aber stetigem Potenzial in wachstumsstarken Mobilfunkmärkten wie Indonesien, Bangladesch, Kambodscha oder Sri Lanka.
Aktuelle Impulse und Nachrichten
In den vergangenen Tagen wurde Axiata vor allem durch Meldungen zum laufenden Konzernumbau und zu bilanzpolitischen Weichenstellungen bewegt. Mehrere internationale Agenturen, darunter Bloomberg und Reuters, berichten, dass der Telekomkonzern seine Strategie des Portfoliomanagements in den verschiedensten Ländergesellschaften weiter vorantreibt. Dazu gehören die Fokussierung auf Kernmärkte, der graduelle Schuldenabbau sowie eine disziplinierte Kapitalallokation. Der Konzern hat in der Vergangenheit wiederholt Beteiligungen restrukturiert, Joint Ventures eingegangen und Randaktivitäten reduziert – ein Kurs, der nun konsequent fortgesetzt wird, um den Verschuldungsgrad zu senken und die Eigenkapitalrendite zu steigern.
Vor wenigen Tagen haben lokale Wirtschaftsmedien in Malaysia zudem über Fortschritte im Bereich der digitalen Infrastrukturdienste berichtet. Axiata treibt seine Aktivitäten in den Sparten Türme, Glasfaser und digitale Plattformen voran, um weniger abhängig vom klassischen Mobilfunkgeschäft zu werden. Dies umfasst zum Beispiel die stärkere Nutzung von Infrastrukturgesellschaften und potenziellen Partnern, um Kapital leichter zu heben und Netzwerkeffizienzen zu verbessern. In einem Umfeld steigender Zinsen und höherer Kapitalkosten sind solche Schritte für Investoren ein wichtiges Signal: Sie zeigen, dass das Management die Balance zwischen Wachstum, Dividendenfähigkeit und Bilanzstärkung ernst nimmt. In Summe wirken die jüngsten Nachrichten daher eher kursstützend, auch wenn spektakuläre Einzelmeldungen zuletzt ausgeblieben sind.
Das Urteil der Analysten & Kursziele
Die Analystenlandschaft ist Axiata gegenüber derzeit mehrheitlich wohlwollend eingestellt. Ein Blick auf die Konsensschätzungen der vergangenen Wochen über Plattformen wie Refinitiv, Bloomberg und die Daten von Finanzportalen wie Yahoo Finance zeigt ein überwiegendes Votum im Bereich "Kaufen" bzw. "Übergewichten". Der Anteil der klaren Verkaufsempfehlungen ist gering, während mehrere Häuser zu einer neutralen Haltung im Sinne von "Halten" raten.
Internationale Investmentbanken beurteilen den Telekomkonzern vor allem unter zwei Gesichtspunkten: Erstens die Qualität und Diversifikation des Portfolios in Schwellenländern Asiens, zweitens die Fortschritte beim Schuldenabbau und bei der Cashflow-Generierung. In jüngsten Studien haben unter anderem regionale Brokerhäuser und globale Player ihre Kursziele aktualisiert und liegen im Durchschnitt deutlich oberhalb des aktuellen Börsenkurses. Ein aus den verschiedenen Häusern abgeleiteter mittlerer Zielkorridor bewegt sich – den aggregierten Daten zufolge – in einer Spanne von grob 3,00 bis 3,40 MYR je Aktie. Dies impliziert vom aktuellen Niveau einen potenziellen Aufschlag im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Einige Analysten betonen in ihren Kommentaren, dass Axiata nach den vergangenen Jahren, die von hohen Investitionen, 5G-Aufbau und mehreren Transaktionen geprägt waren, nun eine Phase der Ernte einläuten müsse. Entscheidend sei, dass der Konzern die operative Marge stabilisiert, Preisdruck in hart umkämpften Märkten unter Kontrolle hält und weiterhin aktiv Kosten senkt. Gerade dieser Mix aus Effizienzgewinnen und moderatem Wachstum sorgt dafür, dass Banken wie etwa regionale Tochtergesellschaften großer Häuser in Malaysia und Singapur die Aktie mit positiven Einschätzungen versehen. Das Urteil der Analysten fällt damit insgesamt freundlich aus, wenn auch nicht euphorisch: Es handelt sich eher um einen rational begründeten Optimismus als um ein spekulatives Kursfeuerwerk.
Ausblick und Strategie
Für die kommenden Monate wird es für Axiata vor allem darauf ankommen, den eingeschlagenen Kurs stringent weiterzuverfolgen. Schlüsselthemen sind die Monetarisierung der Netze, die weitere Entschuldung sowie eine klare Priorisierung der Kernmärkte. In Regionen mit besonders intensivem Wettbewerb steht der Konzern unter Zugzwang, seine Marktposition zu verteidigen, ohne die Profitabilität über aggressive Preiskampagnen zu gefährden. Gleichzeitig bleibt das Wachstumspotenzial im Datengeschäft enorm: Steigender Smartphone-Durchdringungsgrad, wachsender Bedarf an mobilen Bezahllösungen und Unterhaltung über das Netz spielen dem Unternehmen in die Karten.
Strategisch will Axiata laut den jüngsten Äußerungen des Managements stärker auf Partnerschaften und Infrastrukturplattformen setzen. Das betrifft etwa die Auslagerung von Funktürmen in spezialisierte Gesellschaften und die Einbindung externer Investoren, um Kapital freizusetzen. Damit kann der Konzern Mittel für den Ausbau von 4G- und 5G-Netzen in Wachstumsmärkten mobilisieren, ohne die Bilanz über Gebühr zu belasten. Für Anleger bedeutet dies, dass Axiata sich zunehmend von einem reinen Mobilfunkbetreiber zu einem breit aufgestellten digitalen Infrastrukturanbieter wandelt – mit stabileren wiederkehrenden Einnahmen und potenziell geringerer Zyklik.
Risiken bleiben allerdings präsent. Währungsschwankungen in den Zielmärkten, regulatorische Eingriffe sowie politische Unsicherheiten in einzelnen Ländern des Portfolios können die Ergebnisse spürbar beeinflussen. Hinzu kommt der generelle Druck auf Telekomkonzerne, massive Investitionen in Netze zu stemmen, während der Preiskampf auf Endkundenebene andauert. Für Investoren aus der D-A-CH-Region ist zudem die relative Intransparenz mancher Schwellenländermärkte ein Faktor, der höhere Risikoaufschläge rechtfertigt.
Dennoch: Aus Bewertungssicht bleibt die Aktie mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis sowie die Dividendenrendite attraktiv. Verglichen mit etablierten europäischen Telekomwerten wird Axiata mit einem Abschlag gehandelt, der sich nur teilweise durch die höheren Risiken der Zielmärkte erklären lässt. Sollten die angekündigten Effizienzprogramme und Portfoliooptimierungen greifen, könnte sich dieser Bewertungsabschlag sukzessive verringern. Das würde nicht nur Raum für Kurssteigerungen eröffnen, sondern auch die Bedeutung der Dividende als Renditetreiber unterstreichen.
Unter dem Strich ergibt sich ein Bild, das vor allem für langfristig orientierte Anleger interessant ist: Axiata bietet Zugang zu wachstumsstarken Mobilfunk- und Datendiensten in Asien, gepaart mit einem Management, das sich dem Spagat zwischen Wachstum und Bilanzdisziplin stellt. Die Aktie ist kein Kandidat für kurzfristige Spekulationen, sondern eher ein Baustein für ein diversifiziertes Emerging-Markets-Portfolio mit Fokus auf Infrastruktur und Digitalisierung. Wer die politischen und währungsbedingten Risiken akzeptiert, findet in Axiata einen Telekomwert mit solider Ein-Jahres-Bilanz, positiver Analystenstimmung und einer Strategie, die auf nachhaltige Wertschöpfung abzielt.


