Babcock & Wilcox: AuftrÀge schnellen auf 2,5 Milliarden
11.05.2026 - 13:44:59 | boerse-global.deBabcock & Wilcox hat im ersten Quartal deutlich mehr Umsatz und AuftrĂ€ge erzielt. Trotzdem bleibt unter dem Strich ein Verlust aus dem fortgefĂŒhrten GeschĂ€ft stehen. Der Kontrast ist typisch fĂŒr ein Unternehmen im Umbau: operativ zieht das GeschĂ€ft an, finanziell ist der Weg noch nicht sauber durchfinanziert.
Umsatz springt, ProfitabilitÀt bleibt zÀh
Der Umsatz kletterte um 44 Prozent auf 214,4 Millionen Dollar. Beim bereinigten EBITDA ging es sogar um 296 Prozent nach oben auf 16,1 Millionen Dollar. Das zeigt, dass das GeschÀft deutlich besser lÀuft als vor einem Jahr.
Unterm Strich meldete der Konzern jedoch einen Verlust aus fortgefĂŒhrtem GeschĂ€ft von 79,6 Millionen Dollar oder 0,60 Dollar je Aktie. Das bereinigte Nettoergebnis aus dem fortgefĂŒhrten GeschĂ€ft lag bei 2,2 Millionen Dollar. Die operative Erholung ist also da, aber sie schlĂ€gt noch nicht vollstĂ€ndig in ein sauberes Ergebnis durch.
AuftrÀge und Pipeline wachsen krÀftig
Besonders stark fielen die Bestellungen aus. Sie schnellten auf 2,5 Milliarden Dollar und lagen damit fast zwanzigmal höher als im Vorjahresquartal. Der Auftragsbestand erreichte 2,7 Milliarden Dollar.
Auch die globale Pipeline wuchs weiter und ĂŒberstieg 14 Milliarden Dollar. FĂŒr das Unternehmen ist das wichtig, weil es damit mehr Sichtbarkeit fĂŒr kĂŒnftige UmsĂ€tze bekommt. Die Nachfrage kommt vor allem aus Bereichen wie Energie-, Umwelt- und WĂ€rmetechnik.
Hinzu kommt ein weiterer Treiber: Der Konzern verweist auf stĂ€rkere Nachfrage nach Grundlaststrom durch Verbraucher, Industrie und Rechenzentren fĂŒr KI. Das stĂŒtzt vor allem das GeschĂ€ft mit Ersatzteilen und Dienstleistungen.
Schulden sinken deutlich
Parallel dazu hat Babcock & Wilcox die Verschuldung krĂ€ftig zurĂŒckgefĂŒhrt. Die besicherten Schulden und unbesicherten Anleihen sanken stark, die Nettoverschuldung lag zum Quartalsende bei 42,4 Millionen Dollar. Das entspricht einem RĂŒckgang um 87 Prozent.
Damit liegt die Nettoverschuldung inzwischen unter dem 1,0-Fachen des bereinigten EBITDA der vergangenen zwölf Monate. Das ist ein spĂŒrbarer Puffer. FĂŒr ein Unternehmen mit schwankendem ProjektgeschĂ€ft ist das ein wichtiger Schritt.
NĂ€chster Blick auf die Details
Am Montagabend um 17 Uhr US-OstkĂŒstenzeit will das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz erlĂ€utern. Dort dĂŒrfte vor allem interessant werden, wie nachhaltig die starke Auftragsdynamik ist und welche Projekte den backlog weiter fĂŒllen.
Ein frischer Auftrag ĂŒber mehr als 21 Millionen Dollar fĂŒr Brennstoffwechsel-Technologien in den USA zeigt bereits, dass das operative GeschĂ€ft weiter lĂ€uft. FĂŒr den weiteren Verlauf wird entscheidend sein, ob aus der starken Pipeline auch stabilere Gewinne werden.
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