Badenova, Wahl

Badenova fordert nach Wahl Turbo für die Wärmewende

14.03.2026 - 02:49:13 | boerse-global.de

Der kommunale Versorger Badenova präsentiert einen 12-Punkte-Plan, um die stockende Energie- und Wärmewende in Baden-Württemberg mit mehr Finanzmitteln und weniger Bürokratie voranzutreiben.

Badenova fordert nach Wahl Turbo für die Wärmewende - Foto: über boerse-global.de
Badenova fordert nach Wahl Turbo für die Wärmewende - Foto: über boerse-global.de

Der kommunale Energieversorger Badenova drängt die künftige Landesregierung in Stuttgart zu einem radikalen Kurswechsel. Mit einem 12-Punkte-Plan will das Unternehmen die stockende Energie- und Wärmewende im Südwesten wieder anschieben.

Fast 100 Kommunen stehen hinter dem Versorger, der nun klare Prioritäten einfordert: mehr Geld, weniger Bürokratie und strategische Weichenstellungen. Der Vorstoß kommt zur rechten Zeit. Die kommunale Wärmeplanung wird komplexer, und auf Bundesebene steht mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) eine große Reform an. Kann Baden-Württemberg zum Vorreiter werden?

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Finanzlücke: Nachrangdarlehen für Stadtwerke gefordert

Das größte Hemmnis ist das Geld. Die Investitionen für Wärmenetze und erneuerbare Energien übersteigen die finanziellen Spielräume der Kommunen bei Weitem. Badenova schlägt daher ein bewährtes Modell vor: Nachrangdarlehen des Landes.

Diese Form der öffentlichen Finanzspritze würde die Eigenkapitalbasis der Stadtwerke stärken. Sie ist bereits in Hessen und Niedersachsen im Einsatz. Das Ziel ist klar: Nur mit einer soliden finanziellen Grundlage können die kommunalen Unternehmen die notwendigen Großprojekte stemmen. „Die kommunale Energiewirtschaft ist rentabel“, betont Badenova. Die Politik müsse dies durch verlässliche Rahmenbedingungen endlich anerkennen.

Genehmigungs-Turbo soll Bürokratie brechen

Selbst mit genug Geld scheitern viele Projekte an einem zweiten großen Problem: der Bürokratie. Lange Wartezeiten und uneinheitliche Vorgaben verzögern die Umsetzung und treiben die Kosten in die Höhe.

Hier fordert Badenova einen radikalen Schnitt – einen „Genehmigungs-Turbo“. Er soll durch vollständige Digitalisierung der Prozesse und einen verbesserten Austausch zwischen den Behörden erreicht werden. Einheitliche Standards und ein besserer Know-how-Transfer zwischen den Ämtern könnten Planungszeiten drastisch verkürzen. Für die Energiewende vor Ort ist das keine Kleinigkeit, sondern eine Grundvoraussetzung.

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Geothermie und Wasserstoff: Strategie für die Zukunft

Neben Geld und schnelleren Genehmigungen braucht es eine langfristige Strategie. Badenova setzt dabei auf zwei Pfeiler: Tiefengeothermie und Wasserstoff.

Für die Erschließung der Erdwärme im Untergrund braucht es zunächst teure seismische Erkundungen. Das Land soll diese gezielt fördern, wie es Nordrhein-Westfalen bereits vormacht. Parallel muss der Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft vorangetrieben werden. Bislang ist unklar, wer die Verteilnetze finanzieren soll. Doch der Wasserstoff-Boom darf nicht an den großen Fernleitungen enden. Auch mittelständische Betriebe brauchen einen Anschluss, um ihre Produktion zu dekarbonisieren und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Appell an die Politik in kritischer Phase

Der Forderungskatalog trifft den Nerv einer Branche im Umbruch. Auf der Fachmesse SHK+E in Essen nächste Woche wird das geplante GMG das beherrschende Thema sein. Die Hoffnung der Verbände: weniger Bürokratie, mehr Flexibilität.

Die Initiative aus Freiburg zeigt, dass die regionalen Akteure bereitstehen. Sie wollen die Transformation gestalten, sind aber auf politischen Rückhalt angewiesen. Die künftige Landesregierung in Stuttgart muss nun Antworten geben. Die Forderungen nach stabiler Finanzierung und entbürokratisierten Prozessen werden sicherlich eine Rolle in den Koalitionsverhandlungen spielen. Sie entscheiden maßgeblich darüber, wie schnell Baden-Württemberg seine Klimaziele erreichen kann.

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