BaFin warnt vor gefälschter Aufsichtsbehörde EBR
23.01.2026 - 16:09:11Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit einer gefälschten Aufsichtsbehörde. Die sogenannte “European Brokers Regulation” (EBR) soll betrügerischen Trading-Apps einen seriösen Anstrich verleihen. Die Behörde stellt klar: Die EBR ist nicht echt und ihre angeblichen Lizenzen sind wertlos.
Die Betrüger haben mit der Website ebregulation.eu eine professionelle Täuschung aufgebaut. Sie geben vor, eine unabhängige EU-Aufsichtsbehörde für Broker zu sein. Sogar eine Adresse in Frankfurt am Main nennen sie, um Seriosität vorzutäuschen.
Das Ziel ist eindeutig: Unerfahrene Anleger sollen denken, ein geprüfter und sicherer Broker stehe hinter der beworbenen App. Wer die Legitimität einer Plattform prüfen will, landet auf der Fake-Seite – und wiegt sich in falscher Sicherheit.
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So läuft der Betrug mit den Fake-Apps ab
Die Masche folgt einem bekannten Muster:
* Kontaktaufnahme: Opfer werden über Social Media, WhatsApp oder aggressive Online-Werbung angesprochen. Lockmittel sind unrealistisch hohe Gewinnversprechen.
* Erste Einzahlung: Interessenten sollen eine App herunterladen und typischerweise etwa 250 Euro einzahlen.
* Manipulation: Persönliche “Berater” bauen Druck auf und fordern zu höheren Investitionen auf. Die App zeigt manipulierte, steil ansteigende Gewinne an – alles nur vorgetäuscht.
* Abzocke: Sobald eine Auszahlung verlangt wird, brechen die Betrüger den Kontakt ab. Das Geld ist weg.
Eine neue Stufe der Täuschung
Die Erfindung einer komplett gefälschten Aufsichtsbehörde markiert eine neue Eskalationsstufe. Kriminelle Netzwerke bauen nicht mehr nur gefälschte Firmen auf, sondern imitieren ganze regulatorische Systeme. Das Problem des Cybertrading-Frauds wächst, die Aufklärungsquote bleibt jedoch gering, da die Täter oft international operieren.
Wie können sich Anleger schützen?
Die BaFin gibt klare Handlungsempfehlungen:
* Immer die BaFin-Datenbank checken: Vor jeder Investition muss die offizielle Zulassung des Anbieters auf der BaFin-Website verifiziert werden.
* Vorsicht bei unaufgeforderten Kontakten: Anrufe oder Nachrichten von unbekannten Brokern sind ein Alarmzeichen.
* Skepsis bei Gewinnversprechen: Unrealistisch hohe Renditen bei angeblich minimalem Risiko sind ein klassisches Betrugsmuster.
* Sofort handeln im Betrugsfall: Betroffene sollten ihre Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die Finanzaufsicht rechnet damit, dass solche raffinierten Betrugsmaschen weiter zunehmen werden. Für Anleger bedeutet das: Wachsamkeit ist der beste Schutz.


