BaFin, Krypto-Betrug

BaFin warnt vor Krypto-Betrug in WhatsApp-Gruppen

05.02.2026 - 01:51:12

Die Finanzaufsicht BaFin verschärft ihre Warnung vor Anlagebetrug mit Memecoins. Die unseriösen Angebote verbreiten sich aktuell verstärkt über Messenger wie WhatsApp und Telegram. Anleger erleiden dabei oft einen Totalverlust.

Die Behörde reagiert damit auf eine wachsende Bedrohung. Der Hype um Kryptowährungen und der Einfluss von Finanz-Influencern in sozialen Medien befeuern die Gefahr für unvorsichtige Anleger.

Die Masche folgt einem klaren Muster. Zunächst laden Täter Opfer in exklusiv wirkende Chat-Gruppen ein. Dort bauen selbsternannte „Gurus“ über Wochen Vertrauen auf. Sie teilen angebliches Börsenwissen und präsentieren gefälschte Erfolgsnachweise.

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Ist das Vertrauen gewonnen, lenken sie die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten, unbekannten Memecoin. Sie suggerieren eine einmalige Chance auf enorme Gewinne, oft kurz vor einer angeblichen Börsennotierung. Durch gezielten Zeitdruck – das sogenannte „Fear of Missing Out“ (FOMO) – drängen sie zu schnellen Käufen.

Sobald genug Kapital geflossen ist, verkaufen die Initiatoren ihre eigenen Bestände. Der Kurs bricht zusammen und die Anleger stehen mit leeren Händen da.

Memecoins: Hype statt Substanz

Die BaFin stellt klar: Memecoins sind hochspekulative Krypto-Assets. Ihr Wert entsteht fast ausschließlich durch Nachfrage und Hype in sozialen Medien. Im Gegensatz zu Bitcoin fehlt ihnen oft jeder technische Nutzen oder ein solides Fundament.

Sie können mit minimalem Aufwand erzeugt werden – ein ideales Werkzeug für Manipulation. Empfehlungen von Finfluencern sind häufig eigennützig. Sie investieren selbst früh, treiben den Kurs mit ihrer Reichweite in die Höhe und verkaufen mit Gewinn. Für ihre Follower bleibt das Nachsehen.

Die Aufsicht stuft solche Investments eher als Glücksspiel denn als seriöse Geldanlage ein.

Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen

Die BaFin veröffentlicht regelmäßig Warnlisten. Kürzlich wurden mehrere Anbieter genannt, die ohne Lizenz Krypto-Dienstleistungen anbieten und Messenger zur Kundenwerbung nutzen. Oft klauen sie dabei die Identität seriöser Unternehmen.

Experten wie Ulf Linke klären öffentlich über die Gefahren auf. Verbraucher sollten bei diesen Anzeichen alarmiert sein:

  • Unaufgeforderte Einladungen zu „exklusiven“ Investment-Gruppen auf WhatsApp oder Telegram.
  • Versprechen von unrealistisch hohen, schnellen Gewinnen „ohne Risiko“.
  • Druck, sofort handeln zu müssen, um eine „einmalige Chance“ nicht zu verpassen.
  • Forderungen nach Vorauszahlungen für angebliche Steuern oder Gebühren.
  • Kommunikation nur über Messenger, ohne erkennbares seriöses Unternehmen mit Lizenz.

Warum soziale Medien das Risiko erhöhen

Die Zunahme des Betrugs hängt mit dem veränderten Informationsverhalten zusammen. Eine BaFin-Erhebung zeigt: Anlageentscheidungen verändern sich, wenn die Infos aus sozialen Medien stammen.

Besonders junge Anleger zwischen 18 und 45 Jahren nutzen YouTube, Instagram oder TikTok für Finanzinfos. Fast die Hälfte der Finfluencer-Follower hat bereits in Krypto investiert. Ohne diesen Einfluss sind es nur 13 Prozent.

BaFin-Präsident Mark Branson warnt vor den erheblichen Risiken. Die Geschwindigkeit und Anonymität des Krypto-Marktes begünstigen Kriminalität und erschweren die Strafverfolgung. Wer in Deutschland Bank- oder Finanzdienstleistungen anbietet, braucht eine staatliche Erlaubnis. Anbieter aus anonymen Chat-Gruppen haben diese in der Regel nicht.

Mehr Aufsicht und Prävention geplant

Die BaFin kündigt für 2026 verstärkte Maßnahmen an. Geplant sind:
* Eine intensivere Überwachung von Krypto-Dienstleistern.
* Ausgeweitete Informationsangebote für Verbraucher.
* Gezielte Befragungen zu deren Krypto-Erfahrungen.

Die Behörde wird weiterhin Warnlisten veröffentlichen. Die wichtigste Schutzmaßnahme bleibt jedoch die eigene Skepsis. Treffen Sie niemals Anlageentscheidungen basierend auf unaufgeforderten Ratschlägen in Chat-Gruppen. Prüfen Sie jeden Anbieter vorher in der Unternehmensdatenbank der BaFin auf eine gültige Lizenz. In diesem Markt ist Misstrauen der beste Schutz.

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