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US-Justiz ĂŒberprĂŒft GeschĂ€fte von SAP - Aktie unter Druck

25.09.2024 - 12:35:37 | dpa.de

BALTIMORE/WALLDORF - Das US-Justizministerium nimmt GeschÀfte des Software-Konzerns SAP und des IT-VerkÀufers Carahsoft unter die Lupe.

(neu: Stellungnahme SAP, aktualisierte Kursreaktion)

BALTIMORE/WALLDORF (dpa-AFX) - Das US-Justizministerium nimmt GeschĂ€fte des Software-Konzerns SAP und des IT-VerkĂ€ufers Carahsoft unter die Lupe. Der Vorwurf: mögliche Preisabsprachen in GeschĂ€ften mit dem Staat. Die Untersuchungen laufen schon mindestens seit dem Jahr 2022, wie aus Unterlagen fĂŒr das Bundesgericht in Baltimore hervorgeht. Nach Angaben eines SAP-Sprechers gibt es zwar eine zivilrechtliche Untersuchung des Justizministeriums. Von strafrechtlichen Ermittlungen im Zusammenhang mit SAP und Carahsoft sei dem Konzern aber nichts bekannt.

Den Unterlagen zufolge prĂŒft das Ministerium, ob sich SAP und Carahsoft bei GeschĂ€ften mit dem US-MilitĂ€r und anderen staatlichen Stellen binnen eines Jahrzehnts verbotenerweise abgesprochen haben, um von den USA ĂŒberhöhte Preise zu erhalten.

FĂŒr die SAP-Aktie ging es an der Börse nach den Neuigkeiten zeitweise um mehr als vier Prozent abwĂ€rts. Zuletzt lag ihr Kurs noch mit gut dreieinhalb Prozent im Minus bei 199,52 Euro und damit wieder unterhalb der Marke von 200 Euro, die sie in diesem Monat erstmals ĂŒberschritten hatte. Am Dienstag hatten die SAP-Aktien mit gut 208 Euro in der Spitze so viel gekostet wie noch nie.

Nach Ansicht von Börsianern dĂŒrfte die laufende Untersuchung der Justiz vorerst weiter auf dem SAP-Kurs lasten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es "unmöglich, das Ergebnis einer solchen Untersuchung vorherzusagen", erklĂ€rte ein Marktteilnehmer. Und noch schwieriger sei es abzuschĂ€tzen, welche Strafen drohen, wenn SAP fĂŒr schuldig befunden wĂŒrde.

Der Software-Riese aus Walldorf ist ein wichtiger Lieferant von Programmen fĂŒr Buchhaltung, Personalwesen und das Management von Lieferketten. Die Vertriebsgesellschaft Carahsoft hat sich seit ihrer GrĂŒndung 2004 zu einem dominanten Akteur in der Beschaffung von Technologie fĂŒr den Staat entwickelt. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von elf Milliarden US-Dollar und beschĂ€ftigte mehr als 2400 Mitarbeiter. Von allen IT-Anbietern macht laut Bloomberg nur der PC-Hersteller Dell US24703L2025 mehr GeschĂ€fte mit der US-Bundesregierung als Carahsoft.

Informierten Kreisen zufolge durchsuchte die Bundespolizei FBI am Dienstag BĂŒros des WiederverkĂ€ufers. Laut einer Carahsoft-Sprecherin ging es dabei um Ermittlungen zu einem Unternehmen, mit dem Carahsoft in der Vergangenheit GeschĂ€fte getĂ€tigt hatte. Ob es sich dabei um SAP handelte, ließ sie offen. SAP will aber davon gehört haben, dass diese Ereignisse laut Carahsoft nichts mit der zivilrechtlichen Untersuchung zu tun haben.

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