BASF, Aktie

BASF Aktie: Kleinster Standort seit 1954

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 12:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BASF beschleunigt den Personalabbau am Standort Ludwigshafen und übertrifft mit dem operativen Ergebnis die Analystenerwartungen deutlich.

BASF Aktie: Starker Stellenabbau und überraschend gute Quartalszahlen
Industrielle Chemieanlage bei Dämmerung mit komplexem Rohrleitungssystem und atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ludwigshafen schrumpft weiter. BASF hat im Mai erstmals seit 1954 die Marke von 30.000 Vollzeitstellen am Stammwerk unterschritten. Vorstandschef Markus Kamieth spricht von einem erhöhten Tempo bei der Verschlankung der Organisation — und liefert dazu passend deutlich bessere Zahlen als vom Markt erwartet.

Im ersten Halbjahr 2026 baute BASF mehr Stellen ab als in den beiden Vorjahren zusammen. Weltweit sank die Mitarbeiterzahl seit Januar 2024 um rund 7.000, ohne Berücksichtigung von Verkäufen und dem Stellenaufbau am neuen Standort im chinesischen Zhanjiang. Am Standort Ludwigshafen selbst kommt der Konzern mit dem Umbau der Anlagen voran: Der Anteil hoch wettbewerbsfähiger Produktionseinheiten kletterte von 78 auf 88 Prozent.

Zahlen übertreffen die Erwartungen

Im zweiten Quartal 2026 erzielte BASF ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ohne Sondereinflüsse von 2,4 Milliarden Euro — deutlich über dem Analystenkonsens von rund 2,08 Milliarden Euro. Getragen wurde das Wachstum von den Segmenten Materials, Chemicals und Industrial Solutions, wo verbesserte Margen die Ergebnisse anschoben. Die Segmente Chemie und Surface Technologies blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück.

Der Umsatz stieg auf 17,2 Milliarden Euro, getrieben von höheren Preisen und einem Mengenwachstum von 7,3 Prozent. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 4,1 Milliarden Euro, der einen Veräußerungsgewinn von 3,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf des Coatings-Geschäfts an Carlyle enthält. Der operative Cashflow fiel dagegen auf 524 Millionen Euro, belastet durch gebundenes Kapital im Lagerbestand infolge höherer Rohstoffpreise.

Rückkauf läuft weiter, Schulden sollen sinken

Ab August startet BASF die nächste Tranche seines Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu einer Milliarde Euro, laufend bis Ende April 2027. Es ist Teil des im September 2024 angekündigten Gesamtprogramms über vier Milliarden Euro, das bis Ende 2028 reduzierte Dividenden flankieren soll. Bis Juni 2026 hatte BASF bereits eigene Aktien im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft; die zurückgekauften Anteile sollen eingezogen werden, was das Grundkapital entsprechend reduziert.

Parallel dazu will der Konzern die Nettoverschuldung deutlich abbauen. Im dritten Quartal 2026 sollen Anleihen und Darlehen mit einem Nominalvolumen von 1,6 Milliarden Euro vorzeitig zurückgezahlt werden.

Wegen der starken Geschäftsentwicklung hob BASF die Prognose für das operative Ergebnis 2026 an: Die neue Zielspanne liegt bei 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro, nach zuvor 6,2 bis 7 Milliarden Euro. Die Erwartung für den freien Cashflow bleibt bei 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro unverändert. Kamieth verwies auf Fortschritte bei Restrukturierung und Portfoliomaßnahmen als Treiber der verbesserten Aussichten.

Anzeige

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | DE000BASF111 | BASF | boerse | 69895896 |