BASF Aktie: Milliardenspiel auf zwei Fronten
25.03.2026 - 19:39:56 | boerse-global.deDer Chemiekonzern aus Ludwigshafen jongliert dieser Tage mit gewaltigen Summen. Das neue Werk im südchinesischen Zhanjiang wurde heute offiziell eröffnet — 8,7 Milliarden Euro schwer und das größte Einzelprojekt der Unternehmensgeschichte. Gleichzeitig läuft im Hintergrund ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro. Und trotzdem bewegt sich die Aktie kaum vom Fleck.
Beides zusammen zeichnet ein Bild, das viele Anleger gerade beschäftigt: strategische Offensive nach außen, vorsichtiges Stabilisieren nach innen.
Zhanjiang: Großinvestition in einen übersättigten Markt
Das Werk in Zhanjiang soll nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte Verbundstandort des Konzerns werden. Auf rund vier Quadratkilometern arbeiten 2.000 Beschäftigte. Der Betrieb einzelner Anlagen hatte bereits im November 2025 begonnen.
Der Zeitpunkt der Eröffnung ist alles andere als ideal. BASF-Chef Markus Kamieth räumte freimütig ein, dass man in einem überversorgten Markt startet — mit Preisen und Margen auf historisch niedrigem Niveau. Die Rentabilität des Projekts verschiebt sich damit nach hinten. Dennoch bleibt der Konzern seiner China-Strategie treu: Mehr als die Hälfte des weltweiten Chemiebedarfs entfällt auf China, und zwischen 2024 und 2035 sollen 75 Prozent des globalen Branchenwachstums dort stattfinden. Aktuell erwirtschaftet BASF nur 13 Prozent seines Umsatzes im Reich der Mitte — das Ausbaupotenzial ist also real.
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Geopolitische Risiken rund um Taiwan oder eine mögliche Blockade der Straße von Hormus bewertet der Vorstand derzeit als beherrschbar. Für Anleger bleibt das eine Variable, die sich schnell ändern kann.
Sparfortschritte, Lackverkauf und ein stiller Kursstabilisator
Abseits von China läuft die Transformation auf mehreren Ebenen. Die Lacksparte wurde für 7,7 Milliarden Euro an Carlyle und die Qatar Investment Authority veräußert — rund 5,8 Milliarden Euro fließen vor Steuern in die Kasse, eine 40-prozentige Minderheitsbeteiligung bleibt beim Konzern. In Ludwigshafen eröffnete zudem die weltweit erste industrielle Anlage für 3D-gedruckte Katalysatoren.
Beim Sparprogramm ist man dem Zeitplan voraus: Jährliche Einsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro wurden bis Ende 2025 erreicht, 100 Millionen Euro mehr als geplant. Das Ziel für 2026 wurde auf 2,3 Milliarden Euro angehoben.
Die EBITDA-Prognose für 2026 von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro verfehlte trotzdem die Erwartungen der Analysten — der Konsens lag höher. Das erklärt ein Stück weit, warum das Rückkaufprogramm den Kurs zwar stabilisiert, aber nicht antreibt. Zwischen 41 und 52 Euro pendelt das Papier seit Monaten, aktuell bei rund 47 Euro.
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Die Analystengemeinschaft ist gespalten: Goldman Sachs sieht Potenzial bis 62 Euro, UBS bleibt neutral mit einem Ziel von 47 Euro, J.P. Morgan gewichtet die Aktie mit einem Kursziel von 36 Euro unter. Ein klares Bild sieht anders aus.
Der nächste echte Impuls könnte von der Hauptversammlung am 30. April kommen, wenn die Quartalszahlen und die Dividende von 2,25 Euro je Aktie — aktuell knapp fünf Prozent Rendite — auf der Tagesordnung stehen.
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