BASF Aktie: Milliardenwette auf China
26.03.2026 - 23:21:46 | boerse-global.deDeutschlands größter Chemiekonzern eröffnet seinen neuen Verbundstandort in Zhanjiang — und bekennt sich damit unmissverständlich zum chinesischen Markt. Gleichzeitig trennt sich BASF von einem Teil seiner Beteiligung an Harbour Energy. Zwei Bewegungen, die zusammen ein klares strategisches Bild zeichnen.
8,7 Milliarden Euro für Südchina
Nach fast sechs Jahren Bauzeit ist das Werk in Zhanjiang nun offiziell eröffnet. Mit einem Investitionsvolumen von 8,7 Milliarden Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. Das Herzstück ist ein Steam Cracker, der allein rund eine Milliarde Euro kostete.
Der Standort richtet sich gezielt an den unterversorgten Chemiemarkt in Südchina und die wirtschaftsstarke Provinz Guangdong. Produziert wird dort bereits seit November 2025. BASF betreibt das Werk vollständig in Eigenregie — anders als den bestehenden Standort in Nanjing, der gemeinsam mit Sinopec läuft.
Der Konzern erwirtschaftet 14 Prozent seines Gesamtumsatzes in China, hält global aber nur einen Marktanteil von ein bis zwei Prozent in der Petrochemie. Die Rechnung dahinter: In China liegt mehr als die Hälfte des weltweiten Chemiebedarfs — und BASF ist dort bislang strukturell unterrepräsentiert.
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Zwischen Wachstumsfantasie und realen Risiken
Ganz ohne Wermutstropfen läuft es nicht. Konzernchef Markus Kamieth räumte ein, dass die Investition später als ursprünglich geplant profitabel sein wird. Der chinesische Markt kämpft mit schwacher Binnennachfrage, Überkapazitäten und intensiven Preiskämpfen — Trends, die auch BASF zu spüren bekommt.
Geopolitisch bleibt die Lage fragil. Ein möglicher Konflikt in der Taiwanstraße könnte wichtige Lieferketten unterbrechen. Einen Vorgeschmack liefert der aktuelle Nahost-Krieg, der laut Kamieth in Asien bereits zu steigenden Rohstoffpreisen und Versorgungsengpässen führt. Für den Notfall verfügt Zhanjiang über einen eigenen Tiefseehafen — ein bewusstes Sicherheitsnetz.
Kritik kommt auch aus dem Inland: Jobabbau in Deutschland und die Verlagerung von Kapazitäten nach Fernost nähren Sorgen um den Heimatstandort. Kamieth entgegnet, das Werk sei für den chinesischen Markt gebaut — ein Export nach Europa sei wirtschaftlich schlicht nicht sinnvoll.
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Harbour-Beteiligung wird gestutzt
Parallel dazu trennt sich BASF von rund 60 Millionen Aktien des britischen Öl- und Gaskonzerns Harbour Energy. Der Anteil sinkt damit von über 41 Prozent auf etwa 37 Prozent. Über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren sollen rund 180 Millionen Pfund erlöst werden — gemessen am aktuellen Aktienkurs.
Rückendeckung aus der Politik bekommt die Branche unterdessen durch die neue „Chemieagenda 2045" der Bundesregierung. Das Maßnahmenpaket sieht unter anderem einen subventionierten Industriestrompreis sowie eine Ausweitung der Strompreiskompensation vor. Ob das reicht, um die strukturellen Kostenprobleme der deutschen Chemieindustrie spürbar zu lindern, bleibt offen — der Verband der Chemischen Industrie spricht bereits von der schwersten Krise der Nachkriegszeit.
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