Basler Kantonalbank, CH0009236461

BKB-Vorsorgestudie zeigt: glücklich pensioniert – aber oft sehr spät vorbereitet

23.04.2026 - 10:00:13 | dgap.de

Basler Kantonalbank / CH0009236461

Basler Kantonalbank / Schlagwort(e): Studie


23.04.2026 / 10:00 CET/CEST


Menschen in der Region Basel sehen ihrer Pensionierung insgesamt positiv entgegen und sind im Alter zufrieden mit ihrem Leben. Gleichzeitig wird die nötige Vorbereitung auf diese Lebensphase häufig unterschätzt. Das zeigt eine neue Vorsorgestudie der Basler Kantonalbank (BKB) für die Region Basel, die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt wurde. Vier von zehn Personen zwischen 50 und 64 Jahren haben keinen konkreten Plan für die Zeit nach der Pensionierung, und mehr als ein Drittel fühlt sich finanziell schlecht auf diese Zeit vorbereitet. Dennoch beurteilen 86 % der Pensionierten ihre finanzielle Situation als gut oder sehr gut.
Zufriedenheit und Glück steigen mit zunehmendem Alter Insgesamt zeichnet sich ein positives Bild: Nach der Pensionierung sind die Menschen häufig mindestens so glücklich wie zuvor – über die Hälfte (53 %) sogar glücklicher. Für ein erfülltes Leben im Ruhestand spielen vor allem soziale Beziehungen eine wichtige Rolle. Ein Kontrast zeigt sich zwischen der Erwartung und der Realität des Alltags in der Pension: 67 % der Erwerbstätigen planen für den Ruhestand mehr Zeit für Reisen und Ausflüge ein. Tatsächlich reisen Pensionierte aber deutlich weniger als vorgenommen (46 %) und wenden stattdessen mehr Zeit für Ruhe und Rückzug auf als erwartet (53 % vs. 30 %).  Die Lebensqualität im Alter hängt nicht allein von finanziellen Faktoren ab. Ebenso entscheidend sind stabile soziale Beziehungen und ein Umfeld, das Selbstständigkeit und Teilhabe ermöglicht.

Vorbereitung auf den Ruhestand oft ungenügend Bei der Vorbereitung auf den Ruhestand zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Vier von zehn Personen zwischen 50 und 64 Jahren haben keinen konkreten Plan für die Zeit nach ihrer Pensionierung. Gleichzeitig gibt knapp ein Viertel (24 %) dieser Altersgruppe an, keine konkrete finanzielle Planung für diese Lebensphase vorgenommen zu haben. Entsprechend fühlt sich mehr als ein Drittel (37 %) der Befragten finanziell schlecht auf die Pension vorbereitet. Dabei zeigen sich geschlechterspezifische Unterschiede: Frauen schätzen ihre Vorbereitung etwas häufiger als ungenügend ein als Männer.  «Viele Menschen blicken heute sehr positiv auf ihre Pensionierung und sind im Alter zufrieden mit ihrem Leben. Gleichzeitig zeigt unsere Studie, dass zahlreiche Personen kurz davor noch keinen klaren Plan haben.», sagt Regula Berger, CEO der Basler Kantonalbank. «Dabei geht es um zentrale Fragen: Wie hoch wird das Einkommen nach der Pension sein? Ist ein Kapitalbezug oder eine Rente sinnvoller? Und passt die eigene Wohnsituation auch langfristig? Wer sich frühzeitig mit solchen Fragen auseinandersetzt, kann nicht nur seiner Pension deutlich entspannter entgegensehen, sondern auch den Ruhestand unbeschwerter geniessen.» Private Vorsorge gewinnt an Bedeutung – insbesondere die Säule 3a Die private Altersvorsorge gewinnt zunehmend an Bedeutung – auch bei den Kundinnen und Kunden der BKB. Die eigens für diese Studie ausgewerteten Kundendaten der BKB zeigen, wie sich das Vorsorgesparen, insbesondere über die Säule 3a, über den Lebensverlauf entwickelt: Das Säule-3a-Medianguthaben liegt bei unter 25-Jährigen bei rund 3500 CHF und steigt bis kurz vor der Pensionierung auf etwa 45 600 CHF (Daten per Ende 2025). Über alle Altersgruppen hinweg beträgt das Medianguthaben 30 400 CHF und ist seit 2019 um etwa 3000 CHF gestiegen.  Parallel dazu werden 3a-Gelder immer weniger auf Konten gehalten, sondern vermehrt in Wertschriften investiert. So ist der durchschnittliche Anteil des 3a-Guthabens, den Kundinnen und Kunden der BKB in Wertschriften anlegen, von 22 % im Jahr 2019 auf 38 % im Jahr 2025 gestiegen. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei jüngeren Personen, insbesondere bei Männern unter 40 Jahren. Finanzielle Situation nach der Pension meist gut Die meisten Pensionierten beurteilen ihre finanzielle Lage positiv – 86 % sogar als gut oder sehr gut. Einen zentralen Einfluss auf die Zufriedenheit hat die Frage, ob man sich für eine Rente oder einen Kapitalbezug entscheidet. Von den Personen, die ihre Pensionskassenleistungen in Form einer Rente beziehen, sind 80 % rückblickend sehr zufrieden, während es beim Kapitalbezug 62 % sind. Diese Erkenntnis unterstreicht, wie wichtig gewisse Weichenstellungen für die spätere Zufriedenheit sind. Wohnsituation prägt das Wohlbefinden im Alter Neben finanziellen Fragen spielt auch das Wohnen eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden im Alter. Besonders wichtig sind eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie kurze Distanzen zu Einkaufsmöglichkeiten und medizinischer Versorgung. Die Befragten zeigen dabei eine Präferenz für ruhigere, oft eher periphere Wohnlagen im Ruhestand: Riehen, Bachletten, Hirzbrunnen, die Altstadt und Gundeldingen gehören zu den Quartieren, in denen sich die Befragten ein Leben im Alter besonders gut vorstellen können.  Die Hypothek bereitet den meisten Eigenheimbesitzenden keinen Kummer. Die grosse Mehrheit (80 %) geht davon aus, dass diese im Alter keine Belastung wird. 16 % der Hauseigentümerinnen und -eigentümer schätzen dieses Risiko als hoch ein. Bei Personen mit geringem Einkommen liegt der Wert bei 27 %. Die Aspekte rund ums Wohnen – etwa Lage, Infrastruktur oder Finanzierung – spielen damit ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Planung des Ruhestands. Vorsorgeauftrag und Nachlass oft nicht geregelt Auch für den Fall einer Urteilsunfähigkeit wird teilweise zu wenig vorgesorgt. Rund zwei Drittel der Befragten haben noch keinen Vorsorgeauftrag erstellt. Damit fehlt ihnen eine Regelung darüber, wer Entscheidungen treffen kann, wenn sie selbst aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht handlungs- bzw. urteilsfähig sind. Zwar steigt dieser Anteil mit zunehmendem Alter deutlich; dennoch hat rund ein Viertel der über 80-Jährigen keinen Vorsorgeauftrag.  Beim Nachlass zeigt sich ein ähnliches Bild: Mehr als ein Viertel (27 %) der 70- bis 79-Jährigen hat noch keine Nachlassregelung getroffen. Fragen rund um das Testament oder die Vermögensweitergabe werden häufig erst spät angegangen. Gleichzeitig berichten Personen, die ihren Nachlass geregelt haben, häufiger von einem Gefühl der inneren Ruhe. Wer diese Fragen frühzeitig klärt, schafft damit nicht nur rechtliche Klarheit, sondern auch Sicherheit. Über die Studie Die Vorsorgestudie «Glücklich älter werden» wurde vom Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der Basler Kantonalbank durchgeführt. Sie untersucht Erwartungen, Vorsorgeverhalten und wichtige Entscheidungen rund um die Pensionierung und basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 1300 Personen in der Region Basel sowie ergänzenden Auswertungen von Steuerdaten des Kantons Basel-Stadt und Kundendaten der BKB. Die Befragung wurde zwischen dem 16. Januar und 2. Februar 2026 durchgeführt.  Unter bkb.ch/vorsorgestudie können die wichtigsten Ergebnisse der Studie heruntergeladen sowie die vollständige Studie kostenlos bestellt werden.

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