BundesgeschÀftsstelle Landesbausparkassen (LBS) / Bausparen ist der ...
23.06.2025 - 15:03:15 | dpa.deDas Bausparen hilft seither nichtnur individuell, sondern auch systemisch.
Bauspardarlehen sind seit der Zinswende im MĂ€rz 2022 wieder stark gefragt.WĂ€hrend am Markt fĂŒr zehnjĂ€hrige Hypotheken in den vergangenen drei Jahrenzeitweise mehr als 4 Prozent Zinsen fĂ€llig waren, kosten Bauspardarlehen oftmalsnur die HĂ€lfte. Mit ihrer Hilfe können Bausparer viele individuelle Bau-, Kauf-und Modernisierungsvorhaben doch noch umsetzen, die sonst auf der Kippe stĂŒnden.
Die Landesbausparkassen (LBS), die etwa ein Drittel des Bausparmarkts abdecken,vergaben im Jahr 2024 gut 2,7 Milliarden Euro an Bauspardarlehen - und damitfast achtmal so viel wie noch drei Jahre zuvor.
Dieser Anstieg fĂŒhrte dazu, dass das KreditgeschĂ€ft der Landesbausparkassen imnach wie vor von der Krise auf dem Wohnungsmarkt geprĂ€gten Jahr 2024 auf nahezudemselben Niveau lag wie im Boomjahr 2021. Der RĂŒckgang der ebenfalls vomZinsanstieg betroffenen Vor- und Zwischenfinanzierungskredite wurde durch diezinsgĂŒnstigen Bauspardarlehen fast vollstĂ€ndig kompensiert.
Die Renaissance der Bauspardarlehen stabilisierte aber auch den Markt fĂŒrWohnungsbaufinanzierungen insgesamt. Zwar ist dieser Markt zu groĂ, als dass dieBausparkassen allein ihn gĂ€nzlich hĂ€tten auffangen können - der RĂŒckgang derBaukreditvergabe fiel laut Daten der Bundesbank mit einem Minus von 30 Prozentim Vergleich der Jahre 2024 und 2021 immer noch krĂ€ftig aus. 2023 betrug dasMinus gegenĂŒber 2021 sogar 43 Prozent. Mit ihrem Marktanteil von knapp 19Prozent an allen Baugeldauszahlungen haben die Bausparkassen den Einbruch aberzumindest abgefedert. Dazu beigetragen hat ein weiterer Effekt: Bausparguthabenund Bauspardarlehen bilden in vielen privaten Immobilienfinanzierungenunersetzliche Bausteine. WĂ€ren sie nicht vorhanden gewesen, hĂ€tten in den Jahren2022 bis 2024 noch weniger Baukredite vergeben werden können - und es wĂ€ren nochmehr WohntrĂ€ume geplatzt.
"FĂŒr viele Bausparer hat es sich individuell ausgezahlt, trotz Niedrigzinsphaseauf den Bausparvertrag gesetzt zu haben", unterstreicht LBS-VerbandsdirektorAxel Guthmann. "Aber auch der Wohnimmobilienmarkt wurde vor einer noch tieferenKrise bewahrt. Das Bausparen fungiert damit als StabilitĂ€tsanker des Systems."
Die Rolle des Bausparens als Instrument der Zinssicherung und oft auch alsZĂŒnglein an der Waage bei der Vergabe von Wohnimmobilienkrediten sollte deshalbbei der Diskussion ĂŒber die angeblich zu geringe Anlage privater Sparvermögen amKapitalmarkt im Hinterkopf sein, empfiehlt Guthmann. Denn auch wenn derKapitalmarkt in den vergangenen Jahren zweifellos hohe Renditen geboten habe: Ineiner Welt voller Unsicherheit lasse sich nie ausschlieĂen, dass es nicht geradedann zum Kurssturz an den Börsen kommt, wenn die in ETFs und anderenAktienprodukten angelegten Ersparnisse fĂŒr den Erwerb der eigenen vier WĂ€ndebenötigt werden. Guthmann: "Alle Eier in einen Korb zu legen, war noch nie einegute Idee. Die berĂŒhmte Börsenweisheit gilt eben nicht nur fĂŒr einzelneWertpapiere, sondern auf ĂŒbergeordneter Ebene auch fĂŒr die Wahl der Sparformenselbst."
Auf den Punkt gebracht hat das zuletzt Bundesbauministerin Verena Hubertz, alssie in einem Interview mit dem Magazin WirtschaftsWoche von den Erfahrungen imKreis ihrer ehemaligen Kommilitonen berichtete: "(Sie) ... versuchen mit Ach undKrach Finanzierungen fĂŒr Wohnungen zusammenzubekommen. Und sind sie endlich soweit, rutscht ihr Depot wegen der nĂ€chsten Krise ab und alles beginnt von vorn."
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Dr. Ivonn KappelReferat PresseBundesgeschÀftsstelle LandesbausparkassenTel.: 030 20225-5398Fax : 030 20225-5395E-Mail: mailto:ivonn.kappel@dsgv.de
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