Bauwirtschaft, Großinsolvenzen

Bauwirtschaft 2026: Großinsolvenzen und Wohnungsbau-Krise belasten Branche

05.02.2026 - 19:32:12

Die deutsche Bauindustrie kämpft 2026 mit einer toxischen Mischung aus schwacher Nachfrage und hohen Kosten, die zu weiteren Großinsolvenzen führt. Während der Tiefbau wächst, bleibt der Wohnungsbau das Sorgenkind.

Die deutsche Bauwirtschaft steuert 2026 auf weitere Firmenpleiten zu. Auch große Unternehmen geraten zunehmend unter Druck. Eine schwache Nachfrage, hohe Kosten und eine angespannte Auftragslage setzen die Branche massiv in Bedrängnis. Experten sehen keine schnelle Entspannung.

Bereits 2025 erreichte die Zahl der Insolvenzen in Deutschland einen Zehnjahreshöchststand. Das Baugewerbe gehört zu den am stärksten betroffenen Sektoren. Der Kreditversicherer Allianz Trade verzeichnete im vergangenen Jahr einen Negativrekord bei Großinsolvenzen von Firmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz – darunter zehn Bauunternehmen. Wirtschaftsforscher rechnen für 2026 nicht mit einem Rückgang der Pleitezahlen.

Wohnungsbau: Vom Boom zum Sorgenkind

Besonders dramatisch ist die Lage im Wohnungsbau. Nach Jahren des Booms ist dieses Segment zum größten Problem geworden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) prognostiziert einen weiteren Rückgang der Fertigstellungszahlen. 2026 könnten nur noch rund 215.000 Wohneinheiten entstehen.

Anzeige

Passend zum Thema Baustellen und Insolvenzen: Viele Bauunternehmen übersehen rechtssichere Gefährdungsbeurteilungen – mit Folgen bei behördlichen Kontrollen und bei Haftungsfragen. Ein kostenloses Download‑Paket bietet praxiserprobte Vorlagen, Checklisten und eine Risikomatrix speziell für Baustellen, damit Sicherheitsbeauftragte und Geschäftsführer schnell rechtskonforme Dokumentation erstellen können. So lassen sich Prüfungen bestehen, Bußgelder vermeiden und Arbeitsabläufe beschleunigen, ohne externen Beratungsaufwand. Ideal für kleine und mittlere Betriebe, die ihre Risiken dokumentieren und die Betriebssicherheit kurzfristig verbessern müssen. Kostenlose GBU‑Vorlagen und Checklisten herunterladen

Die Hauptgründe:
* Ein massiver Einbruch bei den Baugenehmigungen in den Vorjahren
* Gestiegene Zinsen und hohe Baukosten
* Viele Projekte aus der Niedrigzinsphase wurden gestoppt

Das politische Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr rückt damit in weite Ferne. Die Stimmung bleibt gedämpft: Das ifo-Institut attestiert dem Hochbau weiterhin eine schwache Auftragslage. Die Erwartungen für die Zukunft sind pessimistisch.

Toxische Mischung: Hohe Kosten treffen auf leere Kassen

Eine fatale Kombination aus mehreren Faktoren befeuert die Krise. Hohe Material- und Energiekosten, komplexe Genehmigungsverfahren und Fachkräftemangel belasten die Betriebe. Gleichzeitig hat sich die Zahlungsmoral verschlechtert.

Die schwache Nachfrage, eine Folge der Zinswende und wirtschaftlicher Unsicherheit, verschärft die Situation. Für viele Bauherren und Investoren bleibt die Finanzierung eine hohe Hürde. Die Folge: Die Auftragsbücher sind dünn. Viele Firmen leben von Altaufträgen, Neugeschäft fehlt.

Tiefbau als Retter in der Not?

Trotz der düsteren Gesamtlage gibt es Hoffnungsschimmer. Der Tiefbau zeigt sich robust, angetrieben durch öffentliche Investitionen in Infrastruktur. Ein Sondervermögen der Bundesregierung soll hier zusätzliche Impulse setzen.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) rechnet für 2026 mit einem realen Umsatzwachstum von 2,5 Prozent für die gesamte Branche – getragen vor allem vom Tiefbau. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert erstmals seit fünf Jahren wieder ein Wachstum des Bauvolumens.

Fast 70 Prozent der Bauunternehmen erwarten laut einer ZDB-Umfrage in den kommenden Monaten eine stabile oder bessere Lage. Branchenverbände sprechen davon, die Talsohle durchschritten zu haben.

Erholung bleibt fragil und ungleich

Doch Experten warnen vor zu viel Optimismus. Die Erholung verläuft uneinheitlich. Während der Tiefbau boomt, bleibt der Wohnungsbau das Sorgenkind. Selbst bei Wachstum wird das Volumen hier 2026 weit unter dem Spitzenwert von 2021 liegen.

Für eine nachhaltige Besserung fordern Branchenvertreter strukturelle Reformen:
* Schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren
* Weniger Bürokratie
* Verlässliche politische Rahmenbedingungen

Ohne diese Maßnahmen könnte der leichte Aufschwung ausfallen. Die Welle an Großinsolvenzen droht, auch in der zweiten Jahreshälfte 2026 weiter anzufahren. Eine merkliche Entspannung wird von Analysten erst für 2027 erwartet.

Anzeige

PS: Wenn Sie im Hoch- oder Tiefbau tätig sind und Liquidität sowie Compliance gleichzeitig sichern müssen, lohnt sich ein schneller Check Ihrer Gefährdungsbeurteilungen. Das Gratis‑Paket enthält editierbare Word‑ und Excel‑Vorlagen, eine Risikomatrix, Praxisbeispiele und ein Musterprotokoll für Unterweisungen – sofort einsatzbereit auf der nächsten Baustelle. Viele Sicherheitsfachkräfte empfehlen die Vorlagen, weil sie Zeit sparen, Prüfungen vereinfachen und Nachforderungen durch Aufsichtsbehörden verhindern helfen. Jetzt GBU‑Checkliste gratis sichern

@ boerse-global.de