Bauwirtschaft, Wachstum

Bauwirtschaft meldet erstes Wachstum nach vier Jahren

16.03.2026 - 00:00:25 | boerse-global.de

Nach einer tiefen Rezession wächst die deutsche Bauindustrie wieder, angetrieben von staatlichen Infrastrukturprojekten und einem Boom im Wirtschaftsbau. Der Wohnungsbau bleibt jedoch ein Sorgenkind.

Bauwirtschaft meldet erstes Wachstum nach vier Jahren - Foto: über boerse-global.de
Bauwirtschaft meldet erstes Wachstum nach vier Jahren - Foto: über boerse-global.de

Die deutsche Bauwirtschaft kehrt nach einer langen Rezession zurück ins Plus. Branchenverbände prognostizieren für dieses Jahr ein reales Umsatzwachstum von 2,5 Prozent. Getragen wird der Aufschwung vor allem von staatlichen Infrastrukturprojekten und einem boomenden Wirtschaftsbau.

Diese Trendwende markiert das Ende einer Durststrecke: Von 2021 bis 2024 brach die Branche real um rund 17 Prozent ein. Nun nährt die Erholung Hoffnungen auf eine Stabilisierung der gesamten Volkswirtschaft.

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Öffentliche Milliarden treiben den Tiefbau an

Die Konjunktur springt vor allem in zwei Bereichen an. Der öffentliche Bau profitiert massiv vom Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Die Mittel fließen jetzt in konkrete Projekte wie Straßen, Brücken und Schienennetze. Für den Tiefbau erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in diesem Jahr ein Wachstum von fast zehn Prozent.

Noch dynamischer entwickelt sich der Wirtschaftsbau mit einem prognostizierten Plus von 4,0 Prozent. Großaufträge der Bahn und der Boom beim Bau von Rechenzentren und Logistikhallen sorgen für volle Auftragsbücher. Die fortschreitende Digitalisierung und der KI-Trieb kurbeln die Nachfrage nach digitaler Infrastruktur weiter an.

Wohnungsbau zeigt erste zarte Lebenszeichen

Trotz des Aufschwungs bleibt der Wohnungsbau das Sorgenkind. Nach dem Zinsanstieg und explodierenden Baukosten war dieses Segment regelrecht eingebrochen. Für 2026 deuten sich nun erste Anzeichen einer leichten Erholung an. Die Bauindustrie erwartet ein leichtes Umsatzplus von 2,0 Prozent, das DIW sogar 2,4 Prozent.

Experten warnen jedoch vor verfrühter Euphorie. Die Zahl der Baugenehmigungen liegt weiter weit unter dem Bedarf. Das Regierungsziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr bleibt in weiter Ferne. Viele Unternehmen im Hochbau klagen weiter über Auftragsmangel.

Fachkräftemangel und hohe Kosten bremsen

Die Trendwende ist kein Selbstläufer. Die Preise für Baumaterialien wie Zement und Stahl verharren auf hohem Niveau. Neue EU-Regulierungen wie der CO?-Grenzausgleich könnten sie weiter in die Höhe treiben.

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Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine strukturelle Bremse. Zwar soll die Beschäftigtenzahl 2026 leicht auf 933.000 steigen, doch es fehlen qualifizierte Arbeitskräfte für die anstehenden Großprojekte. Bürokratie und langwierige Planungsverfahren werden von der Branche scharf kritisiert.

Erholung steht auf wackeligem Fundament

Die Stimmung in den Unternehmen hat sich zwar aufgehellt. Über die Hälfte der Betriebe bewertet ihre Lage als gut, knapp 70 Prozent erwarten eine stabile oder bessere Entwicklung. Doch diese Zuversicht ist ungleich verteilt.

Während Tiefbauunternehmen von der staatlichen Investitionsoffensive profitieren, kämpfen viele Betriebe im Wohnungsbau weiter. Die Erholung muss sich erst noch in der Breite der Branche manifestieren. Ob sie nachhaltig ist, hängt jetzt von der Umsetzung der Milliardenprogramme und der weiteren Zinspolitik ab.

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