Bawag: Gericht prüft 1,6-Milliarden-Deal
13.05.2026 - 12:27:56 | boerse-global.deDie Übernahme der irischen Permanent TSB durch die Bawag kommt in eine heikle Phase. Das Management will den Verkauf im Wert von 1,6 Milliarden Euro durch das Gericht bringen. Minderheitsaktionäre stellen sich quer.
Der Streit dreht sich nicht nur um den Preis. Er betrifft auch das Verfahren selbst. Drei Minderheitsaktionäre, darunter Piotr Skoczylas von Scotchstone Capital, lehnen die geplante Genehmigung des Übernahmeschemas ab. Sie wollen verhindern, dass es überhaupt zu einer Abstimmung kommt, solange die Einordnung der Aktionäre offen bleibt.
Widerstand vor dem Commercial Court
Die Kläger argumentieren, die PTSB wolle die Stimme der Minderheitsaktionäre faktisch entwerten. Das Gericht soll deshalb erst über die Klassifizierung der Anteilseigner entscheiden. Erst danach könne eine Versammlung über den Deal stattfinden.
Der irische Finanzminister unterstützt den Verkauf trotzdem. Er hält 57,5 Prozent an der PTSB und hat das Barangebot der Bawag empfohlen. Das verschafft dem Projekt politisch und formal Gewicht, beseitigt den Konflikt aber nicht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bawag PSK?
Strategischer Baustein für die Bawag
Für die Bawag ist der Zukauf mehr als nur ein weiterer Deal. Der Konzern sieht Irland als attraktiven Markt mit günstigem Umfeld. Nach Abschluss könnte die Gruppe auf mehr als 100 Milliarden Euro Gesamtvermögen kommen und bis 2028 einen Nettogewinn von über 250 Millionen Euro aus dem Zukauf anpeilen.
Auch für die Aktie bleibt die Story spannend. Der Kurs liegt bei 147,90 Euro und damit nur 4,27 Prozent unter dem jüngsten Hoch. Auf 30 Tage Sicht steht ein Plus von 3,94 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 13,16 Prozent. Der RSI von 77,3 signalisiert allerdings bereits eine überhitzte Lage.
Die Finanzierung bleibt wichtig
Die Bawag will die Übernahme über Kapitalmanagementmaßnahmen finanzieren. Das könnte ihre Dividendenpolitik vorübergehend anpassen. Für 2026 hält die Bank dennoch an einem Nettogewinn von über 960 Millionen Euro fest.
Bawag PSK vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Im ersten Quartal lief das Geschäft bereits stark. Der Nettogewinn stieg auf 232 Millionen Euro. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital lag bei 27,6 Prozent, das Kosten-Ertrags-Verhältnis bei 32,5 Prozent. Damit hat die Bank ein solides Fundament, bevor die nächste juristische Runde im PTSB-Verfahren ansteht.
Bawag PSK-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bawag PSK-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Bawag PSK-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bawag PSK-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bawag PSK: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Bawag Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
