Bayern, Polizeisoftware-Vertrag

Bayern will Polizeisoftware-Vertrag mit Palantir verlÀngern

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 13:54 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Trotz des Wunschs nach mehr digitaler UnabhÀngigkeit will Bayern vorerst weiter auf die Polizeisoftware des umstrittenen US-Anbieters Palantir US69608A1088 setzen.

Eine VerlĂ€ngerung des im April 2027 auslaufenden Vertrags fĂŒr das Analyseprogramm VeRA um ein Jahr scheine derzeit erforderlich, teilte das bayerische Innenministerium auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur zur BegrĂŒndung mit.

"Wir verfolgen auch weiterhin das Ziel, langfristig unabhÀngiger und digital souverÀner zu werden", sagte ein Ministeriumssprecher. Daher beobachte Bayern "intensiv die aktuellen Marktentwicklungen" und begleite "aktiv Bestrebungen auf Bundes- und LÀnderebene" mit Blick auf deutsche oder europÀische Alternativen.

Wann Bayern sich von Palantir verabschieden könnte

"Bis eine solche Alternative verfĂŒgbar ist, können wir allerdings nicht auf die wertvollen AnalysefĂ€higkeiten verzichten, die uns durch VeRA zur VerfĂŒgung stehen", sagte der Ministeriumssprecher. Das gelte auch fĂŒr eine VerlĂ€ngerung des Vertrags mit Palantir, "bis eine entsprechende deutsche oder europĂ€ische Lösung zur VerfĂŒgung steht".

Der Vertrag mit dem US-Anbieter wĂŒrde eigentlich im April 2027 auslaufen. Allerdings hat Bayern die Option, diesen bei Bedarf bis zu viermal um ein weiteres Jahr zu verlĂ€ngern. Ein erstes Mal will der Freistaat diese Möglichkeit nun nutzen - mit Blick auf die folgenden Jahre hat man sich bisher zumindest nicht offiziell festgelegt.

Allerdings dauerte schon die EinfĂŒhrung der Palantir-Software in Bayern nach Vertragsabschluss mehr als zwei Jahre. Selbst wenn sich das Ministerium also bald auf eine Alternative festlegen wĂŒrde, könnte eine weitere Ein-Jahres-VerlĂ€ngerung mit dem US-Anbieter in Betracht kommen - damit die Polizei nicht ĂŒbergangsweise ohne Analysesoftware arbeiten muss.

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