AKTIEN, FOKUS

AKTIEN IM FOKUS: Kursrutsch von DSM Firmenich belastet auch Symrise und Givaudan

09.02.2026 - 11:27:23 | dpa.de

Bei Anlegern europĂ€ischer Aromen- und Duftstoffherstellern kommt der von DSM Firmenich CH1216478797 angekĂŒndigte Verkauf des TierernĂ€hrungs- und TiergesundheitsgeschĂ€fts schlecht an.

Die Titel des schweizerisch-niederlĂ€ndischen Konzerns sackten am Montag in Amsterdam um fast sechs Prozent ab. Das Unternehmen verkauft die Sparte fĂŒr 2,2 Milliarden Euro mehrheitlich an den Finanzinvestor CVC. Dies strahlte negativ ab auf Symrise DE000SYM9999 und Givaudan CH0010645932 mit AbschlĂ€gen von bis zu einem Prozent.

Der Verkaufswille fĂŒr die Sparte, die mit billiger Konkurrenz aus China kĂ€mpft, war schon bekannt. "Auf den ersten Blick ist unklar, ob dies der Kurstreiber ist, auf den Investoren so lange gewartet haben", Ă€ußerte sich Analyst Sebastian Satz von der Citigroup skeptisch zu den Neuigkeiten. Der Ausstieg sei nicht so klar wie erhofft, schrieb er auch mit Blick darauf, dass DSM ein FĂŒnftel der GeschĂ€ftsanteile behĂ€lt. Der Deal sei außerdem komplex strukturiert.

Andere Analysten hinterfragten die Bewertung: Wim Hoste vom belgischen Finanzhaus KBC schrieb, er habe den Gesamtwert eigentlich auf drei Milliarden Euro geschĂ€tzt. Sein Kollege Chris Counihan von Jefferies sprach von aufkommenden Zweifeln auch wegen des zunĂ€chst nur 0,6 Milliarden großen Barerlöses und der Struktur mit erfolgsabhĂ€ngigen Zahlungen.

Alex Sloane von der Barclays Research erwĂ€hnte zwar die Fortschritte positiv, nachdem der Verkaufsprozess mit zwei Jahren deutlich lĂ€nger gedauert habe als ursprĂŒnglich gedacht. FĂŒr eine Neubewertung mĂŒsse DSM nun aber operativ wieder in Schwung kommen. EnttĂ€uscht zeigte er sich auch von angekĂŒndigten AktienrĂŒckkĂ€ufen. Deren Summe sei mit 0,5 Milliarden Euro kleiner als seine bisherige Annahme von einer Milliarde, schrieb Sloane.

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