BSI: Attacken wie bei der DB sollen oft Unsicherheit schĂŒren
19.02.2026 - 14:29:46 | dpa.deDie Bahn sah sich ab Dienstag einem DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) ausgesetzt. Dabei werden gleichzeitig Unmengen von Anfragen an ein Ziel geschickt, mehr als der Server verarbeiten kann. Das fĂŒhrt dann dazu, dass er fĂŒr normale Nutzer nicht erreichbar ist.
Ăberlastungsangriffe sind nicht selten
DDos-Angriffe kĂ€men in Deutschland hĂ€ufig vor, seit dem russischen Angriff auf die Ukraine stelle das Bundesamt eine weitere Zunahme fest, hieĂ es seitens des BSI. Derartige Angriffe könnten eine kriminelle Motivation haben - etwa um GeschĂ€ftsmodelle zu stören und darĂŒber Lösegeld zu erpressen. "HĂ€ufiger sind allerdings öffentlichkeitswirksame DDoS-Angriffe, die auch oder insbesondere zu Propagandazwecken eingesetzt werden", erklĂ€rte die Sicherheitsbehörde. In einigen FĂ€llen erfolgten sie auch als Reaktion auf konkrete politische MaĂnahmen, wie etwa die UnterstĂŒtzung der Ukraine.
Dienstag ging es los
Die Deutsche Bahn (DB) sah sich von Dienstagmittag an einem groĂangelegten Cyberangriff ausgesetzt - mit Auswirkungen auf die Buchungs- und Auskunftssysteme des Konzerns. "Das AusmaĂ ist erheblich", teilte die bundeseigene Bahn am Mittwoch mit. "Die aktuelle Attacke ist gezielt auf die DB gerichtet und ist in Wellen erfolgt." Ziel des Angriffs seien die IT-Systeme. Die Abwehrmechanismen griffen aber. Kundendaten seien nicht geklaut worden, betonte ein Sprecher. Betroffen waren sowohl die Buchungsapp "DB-Navigator" als auch die Internetseite bahn.de.
Unternehmen muss Angriff selbst abwehren
Die Abwehr von DDos-Angriffen sei grundsĂ€tzlich möglich, aber immer nur in Reaktion auf einen konkreten Angriff umsetzbar. Das BSI stehe mit der Deutschen Bahn im Austausch. Die Abwehr des Angriffs mĂŒsse aber rein technisch zunĂ€chst durch das betroffene Unternehmen erfolgen. Das BSI stelle fĂŒr solche FĂ€lle eine Liste qualifizierter Dienstleister zur VerfĂŒgung. Das BSI schĂ€tze DDoS-Angriffe durchaus als Problem ein, hieĂ es weiter. Gleichzeitig bitte die Behörde darum, "den gewĂŒnschten Effekt der Propaganda nicht zu unterschĂ€tzen".
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