Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela getötet
05.01.2026 - 06:00:18Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das sĂŒdamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.
"Getreu ihrer Verantwortung fĂŒr Sicherheit und Verteidigung erfĂŒllten unsere Landsleute wĂŒrdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung der Einrichtungen", hieĂ es in der Mitteilung.
Kubaner seit vielen Jahren in Venezuela im Einsatz
SicherheitskrĂ€fte aus dem verbĂŒndeten Kuba sind nach EinschĂ€tzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen kubanische Geheimdienstagenten beispielsweise dabei helfen, Soldaten der StreitkrĂ€fte auf Linie zu halten.
Auch fĂŒr die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische LeibwĂ€chter verantwortlich gewesen seien. "Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu beschĂŒtzen", sagte US-PrĂ€sident Donald Trump. Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem US-Einsatz "ein GroĂteil" von Maduros Sicherheitsteam getötet worden sei.
US-SpezialkrÀfte setzen Maduro fest
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritĂ€ren PrĂ€sidenten Maduro gefangen genommen und auĂer Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.
US-AuĂenminister Marco Rubio bezeichnete die Regierung in Kuba als "riesiges Problem". Das sagte er im US-Sender NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun ein Einsatz gegen Kuba folgen werde. Zwar wolle er nicht ĂŒber zukĂŒnftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. "Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine groĂen Fans des kubanischen Regimes sind." Dieses habe Venezuelas entmachteten Staatschef Maduro unterstĂŒtzt, sagte Rubio weiter.
Kuba seit Jahrzehnten Erzfeind der USA
Kuba wird seit dem Sieg der Revolution 1959 autoritĂ€r regiert. Die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Andere Parteien sind auf der sozialistischen Karibikinsel nicht zugelassen. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind ĂŒber 1.000 politische Gefangene in Haft. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt - Schritte zu einer vorsichtigen AnnĂ€herung unter US-PrĂ€sident Barack Obama hat Donald Trump wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht.

