Thyssenkrupp-Chef: Konzernumbau ist keine 'Zerschlagung'
27.05.2025 - 16:59:28"Richtig ist: Wir wollen schrittweise alle GeschÀftsbereiche von Thyssenkrupp verselbststÀndigen", sagte er in einem Interview der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).
Bei sĂ€mtlichen AktivitĂ€ten - Stahl ausgenommen - strebe man aber eine MehrheitseigentĂŒmerschaft an. "Wir behalten also die Kontrolle", sagte LĂłpez weiter. FĂŒr die Stahlsparte ist ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen mit dem tschechischen Konzern EPCG geplant.
Thyssenkrupp hatte am Montag bekanntgegeben, dass der Konzern - nach der Stahl- und der Marinesparte - in den kommenden Jahren auch die anderen drei ĂŒbrigen GeschĂ€ftsfelder Autoteile, Werkstoffhandel und grĂŒne Technologien eigenstĂ€ndig aufstellen und kapitalmarktfĂ€hig machen will.
Auch andere Unternehmen sollen sich beteiligen können. Mittelfristig solle die Thyssenkrupp AG eine strategische KonzernfĂŒhrungsgesellschaft mit eigenverantwortlichen Einheiten werden. Der Vorstand will das "Zukunftsmodell" genannte Konzept noch in diesem Jahr dem Aufsichtsrat vorstellen.
"FĂŒnf Unternehmen schaffen, die wettbewerbsfĂ€hig sind"
"Ich will Thyssenkrupp stĂ€rken", sagte der Manager der WAZ. "Wir wollen fĂŒnf Unternehmen schaffen, die wettbewerbsfĂ€hig sind. So entsteht Wachstum. Indem wir unsere verschiedenen GeschĂ€fte eigenstĂ€ndig aufstellen, gewinnen wir an StĂ€rke."
Der Konzern verÀndere sich, so wie sich auch andere Unternehmen verÀndert haben, sagte er in dem Interview. "Es gibt viele gute Beispiele von Konzernen, die einen Àhnlichen Ansatz wie wir bereits erfolgreich umgesetzt haben - Siemens DE0007236101, General Electric US3696043013 oder Continental DE0005439004 beispielsweise."
Man sei prinzipiell auch offen fĂŒr Partnerschaften - "wenn wir uns dadurch verbessern und unsere LeistungsfĂ€higkeit steigern können", so LĂłpez. "Davon profitieren letztlich auch unsere BeschĂ€ftigten und unsere AktionĂ€re."

