ROUNDUP, Aktivisten

Aktivisten legen neue Opferzahlen zu Irans Protestwelle vor

24.01.2026 - 14:35:31 | dpa.de

Bei den Massenprotesten im Iran könnten deutlich mehr Menschen getötet worden sein als bislang bekannt.

Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA meldete nach eigenen Angaben 5.137 bestĂ€tigte Todesopfer. ZusĂ€tzlich prĂŒft HRANA 12.904 weitere FĂ€lle. Außerdem sollen mindestens 7.402 Menschen schwer verletzt worden sein.

Die Aktivisten weisen darauf hin, dass die Auswertung und ÜberprĂŒfung von Todeszahlen Zeit in Anspruch nehmen. Seit drei Wochen gebe es Internetabschaltungen und -störungen. Das genaue Ausmaß der Gewalt sei deshalb noch unklar.

Irans Regierung nennt deutlich niedrigere Zahlen

Nach offizieller Darstellung gab es bei den AufstĂ€nden 3.117 Tote. Mehr als 2.400 Menschen seien bei "terroristischen AktivitĂ€ten" ums Leben gekommen, behauptete der iranische Botschafter in Genf. Die iranische Regierung macht die Erzfeinde Israel und USA fĂŒr die vielen Toten verantwortlich. UnabhĂ€ngige Belege legten die iranischen Behörden nicht vor.

Die Proteste waren Ende Dezember ausgebrochen. Ausgelöst durch die schwere Wirtschaftskrise im Land gingen zunĂ€chst HĂ€ndler auf die Straßen. Vor gut zwei Wochen kam es in den Metropolen am 8. und 9. Januar dann zu Massenprotesten, die brutal niedergeschlagen wurden.

Sorge vor einem Krieg

Ranghohe iranische MilitÀrs haben laut dem Staatssender PressTV die USA vor einem Angriff gewarnt. Der stellvertretende Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), General Mohammad Karami, erklÀrte demnach: "Die Reaktion des Irans wird die Feinde jede Abenteuerlust bereuen lassen."

Brigadegeneral Seyyed Majid Mousavi, Kommandeur der Luft- und Raumfahrtabteilung der Revolutionsgarden, drohte demnach mit einer "entschlossenen Reaktion". Er erklÀrte: "Trump redet viel, aber er sollte sich sicher sein, dass er seine Antwort auf dem Schlachtfeld erhalten wird."

Die MilitĂ€rs reagierten auf Äußerungen von US-PrĂ€sident Donald Trump am Donnerstag. Trump hatte angekĂŒndigt, eine "riesige Flotte" sei auf dem Weg in die GewĂ€sser nahe dem Iran.

Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian hatte bereits am vergangenen Sonntag den USA mit einem "umfassenden Krieg" gedroht, falls sie den obersten FĂŒhrer, Ajatollah Ali Chamenei, angreifen sollten.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68515480 |