AKTIE, FOKUS

AKTIE IM FOKUS: Netflix vorbörslich schwer unter Druck - Enttäuschender Ausblick

21.01.2026 - 11:59:50

Bei den Netflix-Aktien US64110L1061 dürfte am Mittwoch ein enttäuschender Margenausblick schwer auf den Papieren lasten.

In einem Umfeld, das nach den jüngsten Kursverlusten wegen der Politik von US-Präsident Donald Trump zumindest eine vorsichtige Stabilisierung verspricht, sackten die Titel des Streaminganbieters im vorbörslichen US-Handel um 6,6 Prozent ab. Sie drohen damit an der Nasdaq-Börse unter die 82-Dollar-Marke auf ein Tief seit November 2024 zu rutschen. Der technologielastige Leitindex Nasdaq 100 US6311011026 wird hingegen knapp im Plus erwartet.

Netflix hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt. Der Bericht hatte nach Einschätzung vom Jefferies-Fachmann James Heaney etwas für die Optimisten und etwas für die Pessimisten zu bieten.

Analyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown kommentierte, das Quartal sei eigentlich stark gewesen. "Doch die Märkte blicken nicht lange in den Rückspiegel", betonte er mit Verweis auf den Ausblick, der vor allem margenseitig wegen steigender Kosten enttäuscht habe. Analyst Peter Supino von Wolfe Research schrieb, dies schüre Bedenken am Ziel, das Streaming- und Studiogeschäft des Medienkonzerns Warner Brothers Discovery US9344231041 zu übernehmen.

Der Abwärtstrend bei den Papieren erhält damit wohl neuen Schub, denn die Aktien haben seit ihrem Rekordhoch vom Juni bislang mehr als ein Drittel verloren. Dies wurde in den vergangenen Wochen stark mit den Übernahmeplänen in Zusammenhang gebracht. Weil das Netflix-Management den milliardenschweren Warner-Kauf inzwischen komplett bar stemmen will, soll vorerst auch das bereits laufende Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt werden.

Markus Leistner von der DZ Bank hält es für möglich, dass die kostspielige Übernahme nun im Kurs mehr als eingepreist ist. Er geht davon aus, dass sich Netflix im Bieterstreit durchsetzt und dabei Zugeständnisse an die Kartellbehörden machen muss. Er bestätigte seine Kaufempfehlung mit dem Verweis, dass ein Unterhaltungsgigant mit einem "Content-Imperium" entstünde, sofern die Integration reibungslos gelingt.

@ dpa.de

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