Arbeit, Deutschland

Mehrheit bei Tesla-Betriebsratswahl fĂŒr nicht-gewerkschaftliche Listen

21.03.2024 - 09:29:22 | dpa.de

Bei der Tesla US88160R1014-Betriebsratswahl in GrĂŒnheide bei Berlin sind knapp 60 Prozent der Sitze an nicht gewerkschaftlich organisierte Listen gegangen.

Das teilte der Elektroautobauer am Mittwochabend unter Berufung auf das vorlĂ€ufige Wahlergebnis mit. Von 39 Sitzen im neuen Betriebsrat entfallen demnach 23 Sitze an Listen außerhalb der Gewerkschaft.

Die IG Metall stellt nach eigenen Angaben mit voraussichtlich 16 Mitgliedern die grĂ¶ĂŸte Gruppe. Mehr als 12 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren von Montag bis Mittwoch aufgerufen, den Betriebsrat zu wĂ€hlen. Neun Listen mit 224 Kandidatinnen und Kandidaten traten nach Angaben von Tesla an.

In der kommenden Woche wird der neue Betriebsrat voraussichtlich seine Arbeit aufnehmen. "Wir werden unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat fortsetzen", teilte eine Sprecherin von Tesla mit.

Es war bereits die zweite Betriebsratswahl in der einzigen europÀischen Autofabrik von Elon Musk. Die erste Wahl fand noch vor der Eröffnung des Werks statt, damals waren es viel weniger BeschÀftigte.

Um die Betriebsratswahl gab es Streit. Das Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) hatte die Wahl auf Antrag der IG Metall stoppen wollen. Die Gewerkschaft forderte mehr Zeit fĂŒr die Vorbereitung - auch mit Blick auf den Produktionsstopp im Januar wegen der unsicheren Lage am Roten Meer. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschied dann, dass die Wahl wie geplant Mitte MĂ€rz erfolgen kann. Damit waren Tesla und der Wahlvorstand erfolgreich.

Die IG Metall fordert bessere Arbeitsbedingungen und die Bindung an einen Tarifvertrag. Tesla lehnt einen Tarifvertrag ab und sieht viele Forderungen der Gewerkschaft wie etwa Arbeitssicherheit oder bessere Bedingungen fĂŒr Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bereits jetzt umgesetzt. Tesla will laut Werksleiter AndrĂ© Thierig jĂ€hrliche LohnĂ€nderungen anbieten.

Nahe dem Werk protestieren seit Ende Februar Umweltaktivisten im Wald gegen eine von Tesla geplante Erweiterung des GelĂ€ndes um einen GĂŒterbahnhof. DafĂŒr mĂŒsste Wald gerodet werden. Nach einer Gerichtsentscheidung darf das Protestcamp mit BaumhĂ€usern zunĂ€chst bestehen bleiben.

So schÀtzen die Börsenprofis Arbeit Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Arbeit Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
US88160R1014 | ARBEIT | boerse | 65008348 |

Weitere Meldungen

Wildberger: KI ersetzt Programmierer und Callcenter-Agenten. Nun nennt er Beispiele fĂŒr konkret gefĂ€hrdete Jobs. KĂŒnstliche Intelligenz wird zu dramatischen Arbeitsplatzverlusten in Deutschland fĂŒhren, hat der Digitalminister bereits deutlich gemacht. (Wirtschaft, 29.03.2026 - 09:53) weiterlesen...

Ifo: Stellenabbau etwas langsamer, aber keine Trendwende. Und dÀmpft die Hoffnung gleich wieder. Das Ifo-Institut meldet eine positive Entwicklung. (Wirtschaft, 27.03.2026 - 08:15) weiterlesen...

Umfrage: BeschÀftigte tÀuschen Engagement vor NÀchtens verschickte E-Mails und scheinbarer Online-Status: Viele BeschÀftigte tÀuschen einer Umfrage zufolge AktivitÀt vor - weil das offenbar honoriert wird. (Wirtschaft, 27.03.2026 - 03:30) weiterlesen...

Bundestag vereinfacht Anerkennung von auslĂ€ndischen Medizinern Dringend benötigte Ärzte und Ärztinnen aus dem Ausland sollen leichter eine Arbeit in Deutschland aufnehmen können. (Boerse, 26.03.2026 - 19:58) weiterlesen...

Merz lobt Klingbeil - und ermahnt indirekt Söder. Dann hat der SPD-Chef prĂ€sentiert, was aus seiner Sicht geht. Jetzt sagt der Kanzler, wofĂŒr er mehr Sympathien hat. Der CSU-Vorsitzende hat zu Beginn der Reformdebatte erstmal gesagt, was nicht geht. (Politik, 26.03.2026 - 17:44) weiterlesen...

Klingbeils Reform-Agenda: «Wird uns Mut abverlangen». Jetzt hat der Vizekanzler seinen Agenda-Moment. Manche Idee dĂŒrfte die eigene Partei schmerzen. Mit Kanzler Merz will er in den nĂ€chsten Wochen weitreichende Reformen aushandeln. (Politik, 25.03.2026 - 16:08) weiterlesen...