Ergebnisse, Produktion/Absatz

Wachstum von Krones lÀsst nach - Quartal unter Erwartungen

30.07.2025 - 13:23:24

Beim Hersteller von AbfĂŒll- und Verpackungsanlagen Krones DE0006335003 hat sich nach einem starken Jahresstart das Umsatzwachstum zuletzt abgeschwĂ€cht.

Zudem lag der Auftragseingang im zweiten Quartal leicht unter dem Vorjahreszeitraum. WÀhrend das MDax-Unternehmen von einer saisonal bedingten Verlangsamung sprach, zeigten sich Analysten enttÀuscht. Das Management um Konzernchef Christoph Klenk bestÀtigte zwar seine Jahresziele, doch die Börse tröstete das nicht.

Die Aktie fiel zur Wochenmitte auf ein Tief seit Anfang Mai und stand zuletzt im frĂŒhen Nachmittagshandel als MDax-Schlusslicht noch rund sieben Prozent tiefer. Im bisherigen Jahresverlauf hat das Papier trotz zahlreicher Schwankungen aber immer noch rund acht Prozent zugelegt. Auch der massive Kurseinbruch von April, als US-PrĂ€sident Donald Trump mit seinen ZollplĂ€nen erstmals fĂŒr allgemeine Verwerfungen an den MĂ€rkten sorgte, ist schon seit einiger Zeit wieder ausgeglichen.

Nach der positiven GeschÀftsentwicklung bei Krones im ersten Quartal hÀtten Umsatz und Auftragseingang unter den anhaltenden Zoll-Unsicherheiten gelitten, schrieb unterdessen Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank in einer ersten Reaktion auf die Zahlen zum zweiten Quartal.

Auch das Unternehmen selbst sprach in seiner Mitteilung von herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen. Nach dem starken ersten Quartal hĂ€tten sich die GeschĂ€fte im zweiten Quartal aber "planmĂ€ĂŸig entwickelt", betonte der Konzern. Dabei sieht sich Krones im Vorteil: Die eigenen AbsatzmĂ€rkte seien grundsĂ€tzlich weniger von konjunkturellen Schwankungen betroffen und die Investitionsbereitschaft der Kunden sei weiterhin robust, hieß es.

Nachdem Krones zum Jahresstart noch prozentual zweistellig gewachsen war, lag der Umsatz im zweiten Quartal mit 1,32 Milliarden Euro lediglich leicht ĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang ging im selben Zeitraum um rund ein Prozent zurĂŒck.

Ergebnisseitig profitierte Krones indes von Sparmaßnahmen sowie einer guten Auslastung der KapazitĂ€ten. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 6,4 Prozent auf 139,2 Millionen Euro. Analysten hatten allerdings mit mehr gerechnet - und auch hier hatte Krones im ersten Quartal ein deutlicheres Plus vorzuweisen. Unter dem Strich verdiente der Konzern 69,9 Millionen Euro nach 69,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Konzernchef Christoph Klenk peilt unterdessen fĂŒr 2025 unverĂ€ndert einen Anstieg der Marge auf 10,2 bis 10,8 an, nach 10,1 Prozent im Vorjahr. Im abgelaufenen Quartal kletterte die Marge auf 10,6 Prozent. FĂŒr den Umsatz hat Klenk fĂŒr dieses Jahr weiterhin einen Anstieg um sieben bis neun Prozent im Visier.

@ dpa.de | DE0006335003 ERGEBNISSE