Ergebnisse, Produktion/Absatz

GSK verdient operativ mehr und erhöht Jahresziele - Aktie dennoch im Minus

31.07.2024 - 10:18:34

Beim Pharmakonzern GSK GB00BN7SWP63 laufen die GeschÀfte weiterhin rund.

FĂŒr das Gesamtjahr hob das britische Unternehmen seine Gewinnziele erneut an und dieses Mal zudem auch fĂŒr den Umsatz. "Die UmsĂ€tze im zweiten Quartal stiegen in allen Bereichen, wobei insbesondere die Spezialmedikamente von neuen ProdukteinfĂŒhrungen in den Bereichen Onkologie und HIV profitierten", sagte Unternehmenschefin Emma Walmsley laut einer Mitteilung am Mittwoch. Im Bereich Forschung und Entwicklung habe der Pharmakonzern in diesem Jahr bereits fĂŒr 10 wichtige Produkte Zulassungen erhalten oder AntrĂ€ge gestellt. Zudem habe er positive Daten aus sieben Phase-III-Studien gemeldet.

FĂŒr das laufende Jahr rechnet GSK nun mit einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns um 11 bis 13 Prozent und des bereinigten Gewinns je Aktie um 10 bis 12 Prozent. Zuvor war der Pharmakonzern von einem Zuwachs von 9 bis 11 Prozent beziehungsweise von 8 bis 10 Prozent ausgegangen.

Die Erlöse sollen um 7 bis 9 Prozent zulegen. Zuletzt hatte der Konzern fĂŒr das Umsatzwachstum das obere Ende der Spanne von 5 bis 7 Prozent im Visier. SĂ€mtliche Ziele sind gerechnet zu konstanten Wechselkursen und klammern das stark rĂŒcklĂ€ufige Covid-GeschĂ€ft aus.

Im abgelaufenen zweiten Quartal profitierte GSK vor allem von einem starken GeschĂ€ft mit Spezialmedikamenten. So spĂŒlten die Mittel zur Behandlung von HIV dem Konzern knapp 1,76 Milliarden britische Pfund in die Kasse. Insgesamt legte der Konzernumsatz im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 7,88 Milliarden Pfund (9,35 Mrd Euro) zu. WĂ€hrungsbereinigt und ohne das Covid-GeschĂ€ft fiel das Plus stĂ€rker aus.

Als bereinigtes Betriebsergebnis wies GSK in den drei Monaten bis Ende Juni 2,5 Milliarden Pfund aus, das waren 16 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch hier fiel das Plus wĂ€hrungsbereinigt grĂ¶ĂŸer aus.

Unter dem Strich ging der Gewinn wegen höheren Aufwendungen um ein Viertel auf 1,3 Milliarden Pfund zurĂŒck. An der Börse ging es trotz der ZuwĂ€chse im zweiten Quartal und erhöhten Prognose nach unten. Mit einem Minus von knapp drei Prozent lag das Papier im frĂŒhen Handel am Ende des Stoxx Europe 50. Seit Ende 2023 ist die Aktie aber noch leicht im Plus.

HĂ€ndler begrĂŒndeten die Verluste am Mittwoch unter anderem mit der Sorge darĂŒber, wie sich der Umsatz mit wichtigen Medikamenten weiter entwickelt. Die erhöhten Prognosen kamen zudem nicht ĂŒberraschend.

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