Warnstreik in der Abfallwirtschaft mehrerer BundeslÀnder
09.03.2026 - 14:07:18 | dpa.deBetroffen sind Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und ThĂŒringen. Als Grund gab die Gewerkschaft Verdi fehlende Verhandlungsbereitschaft des Arbeitgebers in den laufenden Tarifverhandlungen an. Mit einer angebotenen Erhöhung von 45 Cent pro Stunde bleibe das Angebot nicht nur deutlich unter der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns um 1,08 Euro, sondern lasse den Abstand zwischen Tariflöhnen und gesetzlichem Mindestlohn weiter deutlich schrumpfen, hieĂ es.
Nach Angaben der Gewerkschaft nahmen in Dresden 160 BeschĂ€ftigte aus Standorten in Sachsen teil. In ThĂŒringen waren es in Gera 60 und in Nordhausen 30. Auch in Berlin kam es zu einer Zusammenkunft. Nach Angaben von GewerkschaftssekretĂ€r Lion Bintz kamen etwa 80 Mitarbeiter bei einer Kundgebung zusammen.
Gewerkschaft will fĂŒr BeschĂ€ftigte 300 Euro mehr im Monat
Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Entgeltes um 300 Euro pro Monat und die EinfĂŒhrung von Erfahrungsstufen sowie Regelungen zu Erschwernis- und Schmutzzulagen. Sie strebt eine Laufzeit von zwölf Monaten an.
Unternehmen hĂ€lt Darstellung von Verdi fĂŒr irrefĂŒhrend
Die Veolia Umweltservice Ost GmbH hĂ€lt die Darstellung von Verdi fĂŒr irrefĂŒhrend. "Wir zahlen Tariflöhne, die deutlich ĂŒber dem gesetzlichen Mindestlohn liegen und sich an Branchenstandards orientieren", teilte das Unternehmen mit. "Wir suchen nach Lösungen, die fair fĂŒr unsere Mitarbeitenden sind und gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die WettbewerbsfĂ€higkeit unseres Unternehmens berĂŒcksichtigen."
Arbeitgeber kĂŒndigen GesprĂ€chsbereitschaft an
"Unsere Mitarbeitenden leisten tĂ€glich hervorragende Arbeit - oft bei Wind und Wetter, in körperlich anspruchsvollen TĂ€tigkeiten und mit groĂem Einsatz fĂŒr eine Dienstleistung, die meist als selbstverstĂ€ndlich wahrgenommen wird, solange alles funktioniert. Diese Leistung verdient Anerkennung und faire Bezahlung", erklĂ€rte Veolia-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Robert Menzer. Man sei weiterhin gesprĂ€chsbereit und strebe eine faire Lösung fĂŒr beide Seiten an.
Die nÀchste Verhandlungsrunde ist am 23. MÀrz in Leipzig. In den vom Warnstreik betroffenen BundeslÀndern sind nach Angaben von Verdi 1.400 Veolia-BeschÀftigte tÀtig.
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