Produktion/Absatz, Frankreich

Analyse zur E-Auto-Wende: Mercedes besser, VW fĂ€llt zurĂŒck

30.05.2024 - 18:16:36

Beim Wandel zur E-MobilitÀt macht der Autohersteller Mercedes-Benz DE0007100000 einer Analyse des Umweltforschungsverbunds ICCT zufolge Fortschritte.

Neben zwei chinesischen Autokonzernen verbesserten sich die Stuttgarter am stÀrksten, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten "Global Automaker Rating 2023" hervorgeht. Innerhalb von einem Jahr machten Mercedes drei PlÀtze gut und landeten demnach auf dem vierten Rang.

Der Sprung von Mercedes geht den Angaben nach insbesondere auf die Dekarbonisierung der Lieferketten durch den Einsatz erneuerbarer Energien sowie Batterierecycling zurĂŒck. Als bester europĂ€ischer Konzern lag allerdings BMW DE0005190003 unverĂ€ndert auf Rang 3. VW DE0007664039 verlor in dem Ranking im Vergleich zu 2022 zwei PlĂ€tze und landete auf Rang 7 - hinter dem chinesischen Hersteller SAIC und der Opel-Mutter Stellantis NL00150001Q9.

Das International Council on Clean Transportation (ICCT) sitzt in der US-Hauptstadt Washington. 2015 hat die Organisation in den USA den VW-Abgasskandal mit aufgedeckt. FĂŒr die aktuelle Studie haben die Forscher anhand von zehn Kriterien bewertet, wie erfolgreich 21 der weltweit grĂ¶ĂŸten Automobilhersteller beim Übergang zu abgasfreien Fahrzeugen sind. Die Kriterien lassen sich in drei Gruppen zusammenfassen: Marktdominanz, technologische Leistung und strategische Vision.

BMW bester europÀischer Konzern - Tesla US88160R1014 Spitzenreiter

13 der analysierten Hersteller klassifizieren die Studienautoren als Unternehmen, die sich mitten in der Transformation befinden - also weg vom Verbrenner hin zu emissionsfreien Modellen. Zu ihnen gehören auch Renault FR0000131906 (Platz 10) und Ford US3453708600 (Platz 13). Als Spitzenreiter eingeordnet werden demnach unverĂ€ndert Tesla und dahinter der chinesische Autobauer BYD. Zu den sechs NachzĂŒglern der untersuchten Gruppe gehören dem ICCT zufolge unter anderem der weltweit grĂ¶ĂŸte Autobauer Toyota JP3633400001 sowie Mazda JP3868400007, Honda JP3854600008 und Nissan JP3672400003.

Insgesamt stiegen in dem Ranking zwischen 2022 und 2023 sieben Hersteller, 12 verloren PlĂ€tze und einer blieb gleich. Ein RĂŒckgang kann entweder bedeuten, dass sich die Leistung eines Unternehmens verschlechtert oder die Leistung der Wettbewerber verbessert hat. Die meisten verbesserten ihre Leistung demnach in folgenden Bereichen: Anteil von verkauften E-Autos, Energieverbrauch, Reichweite, Elektro-Ziele und Investitionen dafĂŒr.

Der Bericht stĂŒtzt sich dem ICCT zufolge unter anderem auf eine eigens erstellte Datenbank zu den VerkĂ€ufen von Elektroautos und deren wichtigsten Spezifikationen in den MĂ€rkten in China, den USA, der EuropĂ€ischen Union, Japan, Indien und SĂŒdkorea. 2023 entfiel auf diese sechs MĂ€rkte 82 Prozent des E-Autor-Absatzes. Insgesamt hĂ€tten sich vergangenes Jahr die Verkaufszahlen und die technologische Leistung verbessert, hieß es.

Studienautor: Gibt noch viel zu tun

Studienautor Zifei Yang teilte dazu mit: "Die Automobilhersteller machen zwar erhebliche Fortschritte bei der Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge, aber es gibt noch viel zu tun." Um in Zukunft wettbewerbsfĂ€hig zu sein, mĂŒssten sie ihre Modellpalette erweitern, um den Verkaufsanteil emissionsfreier Fahrzeugen zu steigern. Zudem mĂŒssten sie unter anderem in Batterierecycling investieren.

Um die ErderwĂ€rmung gemĂ€ĂŸ den Pariser Klimazielen auf unter zwei Grad zu begrenzen, mĂŒsste der Verkaufsanteil emissionsfreier Autos und Vans laut ICCT-SchĂ€tzungen bis 2030 bei 77 Prozent liegen. 2035 mĂŒssten nahezu 100 Prozent erreicht werden. FĂŒr eine Begrenzung der ErderwĂ€rmung unter 1,5 Grad seien zusĂ€tzliche Maßnahmen erforderlich.

@ dpa.de | DE0005190003 PRODUKTION/ABSATZ