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KORREKTUR / ROUNDUP / Schnee und Glatteis: Nachts lange Staus - Massenweise Schnee

18.01.2024 - 13:17:04

(Berichtigung: DWD-Warnung zu Neuschneemengen gestrichen)FRANKFURT - Wegen GlÀtte und Schnee sind auf mehreren Autobahnen in Hessen und Rheinland-Pfalz in der Nacht zu Donnerstag Hunderte Fahrzeuge hÀngen geblieben.

(Berichtigung: DWD-Warnung zu Neuschneemengen gestrichen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wegen GlĂ€tte und Schnee sind auf mehreren Autobahnen in Hessen und Rheinland-Pfalz in der Nacht zu Donnerstag Hunderte Fahrzeuge hĂ€ngen geblieben. In Osthessen wurden die Insassen in kilometerlangen Staus von RettungskrĂ€ften mit Decken und heißen GetrĂ€nken versorgt, wie die Polizei mitteilte. Wegen der anhaltenden GlĂ€ttegefahr wurden am Frankfurter Flughafen auch fĂŒr Donnerstag viele FlĂŒge annulliert. In Köln starten wegen des Winterwetters keine Busse. Die Wetterlage bleibt wegen Eisregens und Schneefalls in Teilen Deutschlands angespannt. Zum Wochenende hin kann in Deutschland verbreitet mit sonnigem Winterwetter gerechnet werden.

Auch nachts großes Verkehrschaos

In der Nacht zum Donnerstag gab es auf mehreren Autobahnen in Deutschland massive Verkehrsbehinderungen durch das Wetter. Auf der A3 im nördlichen Rheinland-Pfalz standen etwa 2000 Menschen nach einer ersten PolizeischÀtzung in kilometerlangen Staus. Besonders zwischen den Anschlussstellen Bad Honnef/Linz und Neustadt/Wied kam der Verkehr laut Polizei in beiden Fahrtrichtungen zum Erliegen.

Weil Lkw auf der schneebedeckten Fahrbahn stecken blieben, ging auch auf den Autobahnen A4, A5 und A7 in Osthessen nichts mehr. ZusĂ€tzlich zu RĂ€umfahrzeugen der Straßenmeisterei seien Betreuungsfahrzeuge des Roten Kreuzes im Einsatz, um die Autofahrer in der KĂ€lte mit Decken und heißen GetrĂ€nken zu versorgen, teilte ein Polizeisprecher am Abend mit. Demnach blockierten vor allem mehrere Lkw die Fahrstreifen, weil sie aufgrund der winterlichen VerhĂ€ltnisse entweder keine Steigungen mehr hoch fahren konnten oder teilweise quer ĂŒber die Fahrbahn gerutscht seien.

Zahlreiche UnfĂ€lle gab es in der Nacht durch die anhaltende GlĂ€tte. Bei einer Karambolage von fĂŒnf Fahrzeugen auf der glatten A44 etwa wurden sechs Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Wie die Polizei mitteilte, fuhren nacheinander mehrere Pkw und Lastwagen aufeinander auf, weil Fahrzeuge ins Schleudern gerieten oder nicht mehr rechtzeitig bremsen konnten. Der Sachschaden wurde auf etwa 120 000 Euro geschĂ€tzt.

Der DWD riet Autofahrern auch fĂŒr Donnerstag, dafĂŒr zu sorgen, neben ausreichend gefĂŒlltem Tank im Auto warme Bekleidung und Decken sowie warme GetrĂ€nke und Lebensmittel mitzufĂŒhren. Der Deutsche Alpenverein warnte: "Durch starke SchneefĂ€lle können Äste und Baumkronen abbrechen. Teilweise stĂŒrzen sie zu Boden, teilweise hĂ€ngen sie noch in den BĂ€umen."

Flughafen Frankfurt und Schulen betroffen

Am Frankfurter Flughafen wurden auch fĂŒr Donnerstag viele FlĂŒge annulliert. Das zeigt ein Blick auf die Ankunfts- und Abflug-Tafeln auf der Internetseite des Airports. "FluggĂ€ste werden gebeten, ihren Flugstatus vor Anreise an den Flughafen auf den Internetseiten der Fluggesellschaften zu prĂŒfen und ausreichend Zeit fĂŒr die Anreise einzuplanen", hieß es zudem auf der Seite. "Sollte Ihr Flug gestrichen sein, kommen Sie bitte nicht an den Flughafen."

Wegen Eisregens waren Flugzeugstarts am grĂ¶ĂŸten deutschen Airport am Mittwochmittag vorĂŒbergehend ausgesetzt worden. Fraport hatte dies damit begrĂŒndet, dass die Maschinen wegen anhaltenden Eisregens vor dem Start nicht mehr sicher enteist werden könnten. Seit Mittwochnachmittag konnten wieder einzelne Maschinen abheben.

Wegen des anhaltenden Winterwetters fahren die Busse der Kölner Verkehrs-Betriebe auch an diesem Donnerstag nicht. Die Wetterbedingungen ließen einen sicheren Betrieb noch nicht zu, teilte ein Sprecher am frĂŒhen Morgen mit. Auch bei der Stadtbahn mĂŒsse man mit VerspĂ€tungen rechnen. Auch in Bonn war der Busbetrieb am Mittwoch vorerst eingestellt worden. Ob die Busse am Donnerstag wieder fahren wĂŒrden, sollte am Morgen neu bewertet werden, teilten die zustĂ€ndigen Stadtwerke Bonn mit.

Wegen der Witterungsbedingungen ist auch am Donnerstag wie bereits am Mittwoch in einigen Landkreisen mit SchulausfÀllen zu rechnen.

@ dpa.de