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Verdi ruft bundesweit zu Warnstreiks im Nahverkehr auf

30.01.2026 - 12:55:09

BERLIN - FahrgĂ€ste in zahlreichen deutschen StĂ€dten mĂŒssen sich am Montag auf erhebliche EinschrĂ€nkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen.

(neu: Hamburg)

BERLIN (dpa-AFX) - FahrgĂ€ste in zahlreichen deutschen StĂ€dten mĂŒssen sich am Montag auf erhebliche EinschrĂ€nkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat im Rahmen von parallel laufenden Tarifverhandlungen fĂŒr den Tag in fast allen BundeslĂ€ndern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Es sei davon auszugehen, dass in den betroffenen Betrieben der Verkehr zum Erliegen komme.

Die ZĂŒge der Deutschen Bahn fahren aber ohne EinschrĂ€nkungen, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. "Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, MĂŒnchen, Stuttgart, Köln, NĂŒrnberg, Rhein-Main und der Regional- und Fernverkehr der DB werden als Unternehmen nicht von Verdi vertreten und sind daher von dem Streik nicht betroffen", hieß es.

Gewerkschaft erhöht den Druck

Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Aktion ist Teil bundesweiter Arbeitsniederlegungen.

Niedersachsen ist nach Angaben von Verdi zunĂ€chst nicht betroffen. FĂŒr die etwa 5.000 BeschĂ€ftigten in Niedersachsen gelte noch die Friedenspflicht. Auch in Hamburg hat Verdi zu einer 24-stĂŒndigen Arbeitsniederlegung am Montag aufgerufen, nachdem die Gewerkschaft dies unter Verweis auf aktuelle VerhandlungsgesprĂ€che zunĂ€chst noch offen gelassen hatte.

Bessere Arbeitsbedingungen gefordert

In den Verhandlungen, die in allen 16 BundeslĂ€ndern meist mit den Kommunalen ArbeitgeberverbĂ€nden gefĂŒhrt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kĂŒrzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, lĂ€ngere Ruhezeiten, aber auch durch höhere ZuschlĂ€ge fĂŒr Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, ThĂŒringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusĂ€tzlich ĂŒber höhere Löhne und GehĂ€lter verhandelt. Insgesamt betroffen seien fast 100.000 BeschĂ€ftigte in 150 stĂ€dtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

@ dpa.de