Berlin, Wien

Berlin und Wien starten mit Großprojekten in die Bausaison

07.04.2026 - 12:02:00 | boerse-global.de

Berlin erhöht Wohnungsanteil in Siemensstadt Square, Wien startet Bauarbeiten in Seestadt Aspern. Die Fertigstellungszahlen bleiben jedoch deutlich hinter dem Bedarf zurück.

Berlin und Wien starten mit Großprojekten in die Bausaison - Foto: über boerse-global.de

Berlin und Wien setzen im April 2026 auf Großprojekte, um die Wohnungsnot zu lindern. Während Berlin den Wohnanteil in der Siemensstadt Square massiv erhöht, startet Wien neue Bauarbeiten in der Seestadt Aspern. Doch die Fertigstellungszahlen bleiben in beiden Metropolen hinter dem Bedarf zurück.

Berlin: Schneller-Bauen-Gesetz zeigt erste Wirkung

Der Berliner Senat hat den Rahmenplan für die Siemensstadt Square angepasst. Künftig entstehen auf dem 76 Hektar großen Gelände in Spandau rund 3.750 Wohnungen – deutlich mehr als ursprünglich geplant. Das Projekt profitiert vom Schneller-Bauen-Gesetz, das seit Ende 2024 Genehmigungen beschleunigt.

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Bereits jetzt prägen Rohbauten das Bild. Bis 2027 soll der Innovationscampus im Osten fertig sein, eine neue Grundschule ist für Anfang 2027 geplant. Experten loben die Fokussierung auf den künftigen S-Bahnhof. So entsteht ein hybrides Quartier zum Wohnen, Arbeiten und Forschen.

Wien startet Bauarbeiten in der Seestadt Aspern

In Wien begannen in der 15. Kalenderwoche die Spundungsarbeiten auf Bauplatz H1 in der Seestadt Aspern. Parallel nähert sich ein Schlüsselprojekt dem Ende: Die Stadtstraße Aspern ist bereits zu 80 Prozent fertig. Sie ist die rechtliche Voraussetzung für die Entwicklung des Nordteils, wo tausende Wohnungen entstehen sollen.

Doch die Lage bleibt angespannt. Für 2026 werden nur etwa 8.630 Wohnungsfertigstellungen erwartet – nur 60 Prozent des Niveaus von 2023. Besonders dramatisch ist der Einbruch bei privaten Mietwohnungen. Die Stadt kontert mit ihrer „Wohnbau-Offensive 2024+“, die 22.200 geförderte Wohnungen vorsieht.

Mieten stabil hoch, Eigentum knapp

Die Mietpreise haben sich in beiden Städten auf hohem Niveau eingependelt. In Berlin liegen die Angebotsmieten für Neubauten mittlerweile bei über 15,70 Euro pro Quadratmeter. In zentralen Lagen sind oft 20 Euro fällig. In Wien kosten Neuverträge im freien Segment durchschnittlich etwa 12 Euro.

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Beim Wohneigentum zeichnet sich eine interessante Verschiebung ab. In Wien gewinnt der Neubau-Markt leicht an Dynamik, seit restriktive Kreditrichtlinien ausgelaufen sind. In Berlin hingegen sinkt die Zahl neuer Aufteilungen auf einen Tiefstand. Die Folge: In beiden Städten werden Wohnungen oft schon in frühen Bauphasen verkauft.

Regulierung: Deutschland beschleunigt, Österreich fördert

Die politischen Ansätze könnten unterschiedlicher nicht sein. Berlin setzt auf Bürokratieabbau. Das Schneller-Bauen-Gesetz wird durch Erleichterungen beim Dachausbau und Brandschutz flankiert. Kritiker warnen jedoch vor zu kurzen Fristen für Artenschutz-Stellungnahmen.

Österreich stützt den Markt weiterhin mit milliardenschweren Förderpaketen. Ein zentraler Baustein: Die Zinsobergrenze für Wohnbauförderungsdarlehen bei 1,5 Prozent. In Wien setzen aktuelle Wettbewerbe wie im Quartier Seecarré zudem auf kreislauffähiges Bauen mit wiederverwendbaren Materialien.

Kann die Wende gelingen?

Die Erwartungen an die Großprojekte sind hoch. In Berlin soll die Siemensstadt Square bis 2035 schrittweise fertig werden. Das Schneller-Bauen-Gesetz muss nun in der Breite wirken, um das Ziel von 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr zu erreichen.

Für Wien könnte 2027 zum Wendepunkt werden. Dann soll die Stadtstraße Aspern vollständig freigegeben sein und den Weg für die Seestadt Nord ebnen. Bis dahin müssen sich Wohnungssuchende in beiden Hauptstädten auf einen weiterhin angespannten Markt einstellen.

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