WHO: SĂŒĂe GetrĂ€nke und Wein sind zu billig
13.01.2026 - 14:07:59 | dpa.deDas habe ernste Konsequenzen fĂŒr Kinder und junge Erwachsene. Es fĂŒhre etwa zu Ăbergewicht, Diabetes und Herzerkrankungen, schreibt sie.
Ihre Empfehlung: Steuern auf solche GetrĂ€nke erheben oder - falls schon vorhanden - erhöhen. Dadurch wĂŒrden sie teurer und in der Folge weniger konsumiert, zudem sei auch noch mehr Geld fĂŒr das Gesundheitswesen da.
Zwar besteuern 116 LĂ€nder nach einer WHO-ZĂ€hlung inzwischen Limonaden und andere Softdrinks. Aber viele andere GetrĂ€nke mit hohem Zuckergehalt blieben auĂen vor, etwa 100-prozentige FruchtsĂ€fte, GetrĂ€nke mit gesĂŒĂter Milch, Fertigkaffees oder -tees, so die WHO. Sie moniert auch, dass mindestens 25 LĂ€nder ĂŒberwiegend in Europa keine Verbrauchssteuer fĂŒr Wein haben.
Ărzteverband sieht Nachbesserungsbedarf
Dazu gehört Deutschland. Anders als Wein unterliegen hierzulande etwa Obstler, Weinbrand, Wodka, Whisky oder Korn einer Alkoholsteuer und Bier einer Biersteuer. Der Ărzteverband Marburger Bund fordert immer wieder höhere Steuern auf gesundheitsschĂ€digende Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Zucker, um die Bevölkerungsgesundheit zu verbessern. Die Regierungskoalition lehnt eine Zuckersteuer ab. Sie will Schulkinder lieber nur aufklĂ€ren, wie schĂ€dlich sehr sĂŒĂe Produkte sind.
Alkoholkonsum könne zu Gewalt, Verletzungen und Krankheiten fĂŒhren, sagte der zustĂ€ndige WHO-Direktor Etienne Krug. "WĂ€hrend die Industrie davon profitiert, trĂ€gt die Ăffentlichkeit oft die gesundheitlichen Folgen und die Gesellschaft die wirtschaftlichen Kosten."
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