Metall-BetriebsrÀte verlangen Investitionen und Umbau der Industrie
15.05.2024 - 08:30:07Bei einem Treffen in Frankfurt verabschiedeten die Arbeitnehmervertreter von mehr als 40 groĂen Unternehmen ein Elf-Punkte-Programm, in dem unter anderem die Reform der Schuldenbremse verlangt wird. Sie stehe den notwendigen Investitionen, Förderungen und Entlastungen im Weg. Die 2009 im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse verbietet Bund und LĂ€ndern weitgehend, ihre Haushalte mithilfe neuer Schulden zu finanzieren.
Entschlossenes Handeln sei gefragt, erklĂ€rte Gewerkschaftschefin Christiane Benner zur Vorstellung des Programms am Mittwoch. "DĂŒstere Horrorszenarien helfen nicht weiter, genauso wenig die immer gleichen Rufe nach Flexibilisierung und weniger Sozialstaat." Ihr Stellvertreter JĂŒrgen Kerner verlangte von den Arbeitgebern ein Umdenken. Laut einer Mitteilung sagte er: "Abbau und Verlagerungen sind keine Zukunftskonzepte. Wir brauchen Mut, klare Strategien und Investitionen vor Ort sowie einen Pakt zur Sicherung unserer Standorte."
Die BetriebsrĂ€te kommen von den groĂen Autoherstellern sowie anderen Industrieunternehmen, etwa aus dem Maschinenbau und der Luft- und Raumfahrtindustrie. Sie verlangten mehr Personal und Digitalisierung, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. "Wer aber unter dem wohlklingenden Motto BĂŒrokratieabbau das Arbeitszeitgesetz aufbohren oder das Lieferkettengesetz aussetzen will, trifft auf unseren entschlossenen Widerstand!", heiĂt es in dem Papier. Auch die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren werde man entschlossen verteidigen.

