Betrüger, Banken-Revisionsstelle

Betrüger geben sich als Banken-Revisionsstelle aus

Veröffentlicht am: 06.02.2026 um 02:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kriminelle geben sich als interne Revisionsstelle aus und nutzen gefälschte Rufnummern, um unter Druck Bankdaten abzugreifen. Das BSI mahnt zu erhöhter Vorsicht.

Betrüger geben sich als Banken-Revisionsstelle aus Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Betrüger geben sich als "Banken-Revisionsstelle" aus Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine neue Betrugsmasche zielt auf Bankkunden ab: Kriminelle rufen an und geben sich als Mitarbeiter einer internen „Revisionsstelle“ aus. Sie nutzen gefälschte Rufnummern und psychologischen Druck, um an Geld und Daten zu gelangen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor der steigenden Professionalität solcher Angriffe.

So funktioniert der Anruf-Betrug

Die Täter setzen auf „Vishing“ – eine Kombination aus Voice und Phishing. Sie nutzen „Call ID Spoofing“, um die echte Nummer der Hausbank auf dem Display des Opfers anzeigen zu lassen. Der Anrufer behauptet, verdächtige Transaktionen auf dem Konto entdeckt zu haben, die sofort geklärt werden müssten.

Oft kennen die Betrüger bereits Namen und Kontodaten ihrer Opfer. Diese Informationen stammen meist aus vorangegangenen Phishing-Angriffen per E-Mail oder SMS. Unter dem Vorwand, das Konto schützen zu müssen, setzen sie ihre Opfer massiv unter Druck.

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Der psychologische Trick mit der Autorität

Der Erfolg der Masche beruht auf geschickter Manipulation. Indem sich die Täter als interne Kontrollinstanz ausgeben, erzeugen sie Autorität und Dringlichkeit. Sie nutzen die natürliche Sorge der Menschen um ihre Finanzen aus.

Die Opfer werden gedrängt, schnell zu handeln. Sie sollen TAN-Nummern preisgeben, Schadsoftware installieren oder Geld auf ein angebliches „Treuhandkonto“ überweisen. Echte Bankmitarbeiter fordern niemals PINs, TANs oder Überweisungen am Telefon an.

Wie Sie sich schützen können

Polizei und Verbraucherschützer raten zu klaren Verhaltensregeln:

  • Beenden Sie unaufgeforderte Anrufe Ihrer Bank sofort.
  • Rufen Sie nie über angezeigte Nummern zurück. Nutzen Sie die offizielle Nummer von Ihrer Bankkarte.
  • Geben Sie niemals PIN, TAN oder Passwörter am Telefon preis.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Echte Banken handeln nicht mit Hektik.
  • Halten Sie Banking-Apps und Smartphone-Systeme aktuell.

Sollten Sie betroffen sein, handeln Sie schnell: Sperren Sie umgehend Ihr Konto und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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